Sonne, Sand und Sport

Sportfest 2019 zeigte beste sportliche Leistungen bei bestem Wetter

„Wille ist eine Fähigkeit.“, wie die Fitnessexpertin Jillian Michaels es ausdrückte. Und diesen Willen zum Erfolg und zu sportlichen Leistungen haben die Schülerinnen und Schüler beim traditionellen Sportfest im Stadion Siegburg wieder einmal unter Beweis gestellt. Dabei traten die Klassen und Kursgruppen im Verband gegeneinander an, wobei sich bei jeder Sportart ein anderer Teil der Gruppe einsetzte. Bei strahlendem Sonnenschein ist natürlich stets viel Wasser wichtig: Hierfür sorgte auch wieder in diesem Jahr der Wahnbachtalsperrenverband, gleichsam wurde Obst gereicht. Das Sportfest des Gymnasiums Siegburg Alleestraße wird jährlich von der Fachschaft Sport organisiert und von den Schulsanitätern begleitet, welche gerade bei der Hitze auf den Kreislauf achtgeben sollten.

Die Preise der jeweils besten Gruppen gingen an die Klassen5d, 6a, 7a, 8d und 9a. In der Oberstufe setzten sich der EF-Sportkurs von Sportlehrerin Hille Eden sowie der Q1-Sportkurs von Sportlehrer Tobias Horn gegen die jeweils anderen Sportkurse durch. Der Preis war auch in diesem Jahr wieder eine Urkunde für die Klasse bzw. den Kurs – und Eis. Und damit ist die Hitze auch gut zu ertragen.

(Text: Hans Klein, Fotos: Klein, Jansen, Leiblein, Hain)

 

Gesucht…gefunden! Geocaching und SNAP-Chatting via Satelliten

Der Differenzierungskurs Geographie-Physik der Jahrgangsstufe 8 auf Exkursion zum Geographischen Institut der Universität Bonn

Geographie mit allen Sinnen erfahren - Dieses Ziel verfolgte die durch das „zdi-BSO-MINT-Programm des Landes NRW“ geförderte Exkursion des Differenzierungskurses Geographie-Physik der Jahrgangsstufe 8 zum Geographischen Institut der Universität Bonn. Durch die Kooperationen mit der AG Fernerkundung des Geographischen Instituts der Uni Bonn und der AG Geomatik der Ruhr-Uni Bochum seit Beginn der Einführung des neuen MINT-Differenzierungsfaches Geographie-Physik mit dem Teilbereich Fernerkundung am Gymnasium Siegburg Alleestraße können die Schülerinnen und Schüler zum Abschluss jeden Schulhalbjahres an Exkursionen zu Lernorten außerschulischer Institutionen teilnehmen. Das neue interdisziplinäre MINT-Fach verbindet die Inhalte der Fächer Geographie und Physik auf der Grundlage von Fernerkundungsmethoden. Dadurch entsteht die Möglichkeit, die wissenschaftliche Forschung mit der Schulpraxis zu MINT-Themen zu kombinieren.

Wie funktionieren eigentlich GPS-Geräte? Learning by doing… Nach einem Einführungsseminar in die Technik und die Funktion der Global Positioning System (GPS)-Geräte durch die wissenschaftlichen Mitarbeiter der Universität ging es für den Kurs schon auf die Suche nach dem Geocache über verschiedenste Orte bzw. Koordinaten rund um die mathematische-naturwissenschaftliche Fakultät. Hinweise zu den einzelnen Koordinaten der geomedialen Schatzsuche konnten die Suchenden einer Fernerkundungs-Checkliste entnehmen. Dabei entdeckte der Kurs unbekannte Orte des Universitätsgeländes der Stadt Bonn. Nicht immer funktionierte die Suche über das satellitengesteuerte Navigationssystem ohne Hindernisse. Die eine oder andere Gruppe lief auch schon einmal in die komplett falsche Richtung, aber schlussendlich erreichten alle das Ziel und freuten sich über den Geocache, die klassische Spezialität der Stadt Bonn, Gummibärchen von Hans-Riegel-Bonn.

Nach der GPS-Tour erwartete den Kurs ein sogenanntes SNAP-Tutorial. Dabei ging es nicht um Social Media, sondern um Daten der Erdbeobachtungssatelliten Sentinel des Copernicus-Programms der Europäischen Weltraumorganisation ESA. Die Wissenschaftlerin Claudia Lindner führte die GSAler in die digitale Handhabung und Anwendung des SNAP-Programms ein. Die auf der GPS-Suche erfolgte reale Erkundung der Stadt Bonn wurde hierbei durch die virtuelle Erkundung via Satellitendaten der chinesischen Stadt Chongqing ergänzt und in Beziehung gesetzt. Das SNAP-Tutorial bot den Schülerinnen und Schülern des Kurses die Möglichkeit, „echte“, in Forschung und Wirtschaft eingesetzte GIS (Geoinformationssystem)-Programme zu benutzen und dadurch vertiefte Computer- und grundlegende GIS-Kenntnisse zu erwerben, die in der Berufswelt im Umwelt- und Planungsbereich eingefordert werden. Die Kombination aus realer und virtueller Anschauung der Raumbeispiele Bonn und Chongqing konnten Gegensätze der Stadtentwicklung zwischen europäischen und chinesischen Städten für jeden erfahrbar machen.

Den Abschluss der Exkursion krönte das physisch-geographische Naturerlebnis Gewitter mit Starkregen auf dem Rückweg nach Siegburg. Und so wurde selbst auf dem Heimweg noch Geographie mit allen Sinnen erfahren. 

(Text: Christina Müller; Fotos: Müller)

Von Leschs Kosmos, Astronauten und „50 Jahre Mondlandung“

Die Differenzierungskurse „Geographie-Physik“ und die AG Fernerkundung zu Gast in der Ruhr-Universität Bochum

21. Juli 1969, mehr als 500 Millionen Menschen saßen weltweit gespannt vor dem Fernseher, als der US-amerikanische Astronaut Neil Armstrong als erster Mensch den Mond betreten hat. Gänsehautmoment beim „großen Schritt für die Menschheit“! Wie groß war dieser Schritt für die Wissenschaft? Um diese Frage zu klären, reiste eine ganze Schar an jungen Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Siegburg Alleestraße und Interessierten gemeinsam zur Jubiläumsveranstaltung des European Space Education Resource Office (ESERO) an die Ruhr-Universität Bochum. Als Kooperationsschule der AG Geomatik des Geographischen Instituts der Uni Bochum profitieren die Differenzierungskurse „Geographie-Physik“ als „VIP-Gäste“ von den Veranstaltungen des ESERO in Deutschland, das ein gemeinsames Projekt der Europäischen Weltraumorganisation ESA sowie des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) ist und von Dr. Andreas Rienow geleitet wird. Themen der Raumfahrt werden hierzu spannend und innovativ in den MINT-Schulunterricht – wie im neuen MINT-Differenzierungsfach „Geographie-Physik mit dem Teilbereich Fernerkundung“ am Gymnasium Siegburg Alleestraße – integriert. So auch bei dieser Jubiläumsveranstaltung, die Gastredner Herr Professor Dr. Harald Lesch mit seinem spannenden Vortrag sowie beeindruckenden Bildern und Videos über die Eroberung des Weltraums bereicherte.

Gänsehautmoment auch noch nach 50 Jahren in den Reihen des imposanten Hörsaals bei über 800 Gästen. Die Bilder der ersten Mondlandung auf der riesigen Leinwand gingen spürbar unter die Haut. Ganz in „Leschs-Kosmos-Manier“ wurde den Schülerinnen und Schülern deutlich erklärt, warum seit 1972 kein Mensch mehr den Mond betreten hat und warum es so schwierig ist, Menschen erneut auf den Mond zu bringen. Verschwörungstheoretikern unter den Gästen erklärte Herr Professor Lesch mit stichhaltigen Argumenten, warum die Mondlandung nicht in einem Filmstudio gedreht werden konnte. Die Landung auf dem Mond scheint heute – trotz des technischen Fortschritts – immer noch ein Mysterium für viele Menschen und eine technische Höchstleistung zu sein.

Wie viel Mut und körperliche Fitness Menschen für den Einsatz im Weltraum benötigen, zeigte die Astronautin Dr. Insa Thiele-Eich, die derzeit für einen möglichen Einsatz im nächsten Jahr als erste deutsche Astronautin auf der Internationalen Raumstation ISS trainiert. Als Versuchsperson musste sie direkt für ein physikalisches Experiment zur Demonstration der Drehimpulserhaltung dienen. Aber wer für einen Einsatz auf der ISS trainiert, dem darf natürlich nicht schwindelig werden.

Auf Fragen aus dem Publikum wurde in einer anschließenden „Talk-Runde“ mit Professor Harald Lesch und der Meteorologin sowie Astronautin Dr. Insa Thiele-Eich ausführlich eingegangen. Die jungen Zuhörer wollten beispielsweise wissen, wie man sich im Weltraum die Haare waschen kann oder ob Uhren im Weltall schneller oder langsamer als auf der Erde laufen. Fragen, auf die die beiden Weltraumbegeisterten spannende und beeindruckende Antworten geben konnten. Ein gemeinsames Foto mit den Jungforschenden des GSA, Kooperationspartnern und der Astronautin Dr. Insa Thiele-Eich krönte diese besondere Abendveranstaltung, die bei allen einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen hat: „Faszinierend!

(Text: Christina Müller, Hans Klein, Fotos: Hannah Dastler, Henryk Hodam, Christina Müller)

Mahatma Abi

Gymnasium Siegburg Alleestraße verabschiedet den Abiturjahrgang 2019

„Dein Leben ist so bunt, wie du dich traust es auszumalen“, erinnerten die Stufenleiterinnen Barbara Lütz und Eva Uessem den Abiturjahrgang 2019 bei seiner Verabschiedung. Die Schule sei dabei wie ein Farbkasten zu betrachten, in dem neben Farben wie Mathematik und Geschichte, auch Selbstvertrauen, Teamfähigkeit und Freundschaft zu finden seien. Und da sich Farben mischen ließen, hätten die Abiturientinnen und Abiturienten mit dem Abitur die buntesten Möglichkeiten.

Die Abiturientia wählte Mahatma Ghandi als Namensgeber ihres Mottos, welcher durch friedlichen Protest und Kommunikation vieles bewegte. Die stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Siegburg, Frau Dr. Susanne Haase-Mühlbauer, die auch als Mutter diesen Jahrgang begleitete, riet bei der kommenden Sinnsuche daher: „Machen Sie keinen Unsinn – und wenn doch genießen sie ihn!“. Gleichsam stellte sie die großen Leistungen der Schule, wie beispielsweise den frühen Einsatz dieser Stufe für G9 mittels einer Unterschriftenliste an die Landesregierung, in den Vordergrund. Die Elternvertreterin Fabienne Bourdelle erinnerte nach André Gide daran, dass man keine neuen Erdteile entdecken könne, „ohne den Mut zu haben, alte Küsten aus den Augen zu verlieren.“ Sie dankte ebenfalls den Lehrerinnen und Lehrern für deren großen Einsatz und wünschte dem Jahrgang Mut, Neugierde, Leidenschaft, kritisches Denken und ein kritisches Auge in diesen modernen Zeiten.

Die Bundestagsabgeordnete Frau Elisabeth Winkelmeier-Becker zitierte Abraham Lincoln: „Der beste Weg, die Zukunft vorauszusagen, ist, sie zu gestalten“ und sich politisch zu engagieren. Schulleiterin Sabine Trautwein riet den Abiturientinnen und Abiturienten politische und gesellschaftliche Diskussionen nicht den Meinungsmachern des Internets zu überlassen, sich nicht, ohne vorher die Fakten geklärt zu haben, in das Heer der permanent Empörten einzureihen, sondern stets die Umstände zu prüfen und mit Gelassenheit und Optimismus in die Zukunft zu starten und neue Wege zu gehen. Regionaldirektor Peter Altenrath überreichte im Rahmen der Besten Ehrung Preise der Kreissparkasse Köln an Olivia Herzog, Lucas Henne und Mareile Sedlaczek. Französischlehrerin Ina Hoffman gratulierte den AbiBac-Absolventen, die gleichzeitig das deutsche und das französische Abitur abgelegt haben: Annette Claußen, Melina Döring, Annabelle Gauchel, Lucas Henne, Nicola Lübke, Marie Müller, Elise Nerlich und Pierre Wadenpohl. Peter Kemp danke im Namen der Technik-AG Benhamin Bienert und Jan Schubert für deren jahrelangen Einsatz. Beide wurden durch die SV-Lehrer Steffen Ritzmann und Hans Klein noch neben Lucas Wilms und Igor Lapinski für deren SV-Arbeit und ihren Einsatz für das Großprojekt „Talente gegen Krebs“ geehrt. Die musikalischen Beiträge von Lisa Schmitz und dem Musik-LK der Stufe rundeten die Veranstaltung ab, setzten durch das „Flower Duett“ aus der Oper Lakmé von Luca Caelers und Barbara Marin, am Klavier begleitet durch Musiklehrer Volker Caspari, sogar noch einen weiteren Höhepunkt. So geehrt kann der Abiturjahrgang 2019 vielleicht, frei nach Ghandi, „selbst die Veränderung sein, die man sich wünschst für diese Welt“.

(Text: Hans Klein, Fotos: Klein)

Richtig was im Köpfchen

Begabtenförderung zum Thema Intelligenz am Gymnasium Siegburg Alleestraße

Einen Augenblick war der Blick nicht auf der Straße – und plötzlich steht ein Kind auf der Fahrbahn.  Es schießen einem viele Gedanken durch den Kopf, doch die Reaktion ist schneller. Rein instinktiv. Lenkt man auf die Mauer zu, um zu stoppen, weil der Bremsweg zu gering ist? Oder fährt man das Kind an? Was für Menschen in einem Sekundenbruchteil kaum zu erfassen ist, kann eine künstliche Intelligenz abwägen. Doch wie sie dies tun soll ist eine ethische Frage und bedarf  Programmierung.

Mit diesen und anderen Fragen haben sich die Schülerinnen und Schüler des Projektunterrichtes beschäftigt und die Antworten interessierten Mitschülern, Lehrkräften und Eltern präsentiert.  Der Projektunterricht ist ein eigenes Unterrichtsfach, welches als Teil der Begabtenförderung für besonders leistungsstarke Schülerinnen und Schüler des Gymnasium Siegburg Alleestraße eingerichtet ist.  Er findet als Einzelstunde einmal wöchentlich jahrgangsübergreifend statt und sorgt durch das Doppelstundenprinzip für keine Versäumnisse im regulären Unterricht. Unter fachlicher Leitung durch die Lehrerin Tuba Celik, die insbesondere beratend tätig wird, können hier 22 Schülerinnen und Schüler alleine, zu zweit und in kleineren Gruppen fächerübergreifende Projekte erarbeiten. Außerdem werden sie auf Wettbewerbe, Akademien und Praktika vorbereitet.

Dieses Jahr stand das Thema Intelligenz auf dem Plan.  So beschäftigten sich nicht nur Schülerinnen und Schüler mit Entscheidungsverfahren bei künstlicher Intelligenz oder erstellten nach Erarbeitung von genetischen Grundlagen ein Video zu der Frage, ob Intelligenz vererbbar sei (6. Klasse), sondern auch andere Projekte konnten realisiert werden. Beispielsweise beschäftigten sich Schülerinnen und Schüler aus der 9. Klasse mit dem Thema Autismus, führten in Kooperation mit dem Autismus-Verein ein Interview und erstellten eine Internetseite zum Thema. Auch IQ-Tests wurden in Frage gestellt und die Merkfähigkeit anhand von Experimenten unter die Lupe genommen.

(Text: Hans Klein, Fotos: Celik)

   
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