Medienscout-Ausbildung des Rhein-Sieg-Kreises startet am Gymnasium Siegburg Alleestraße

Kundschafter im Digitalisierungs-Dschungel

94% der Haushalte, in denen Kinder von 3 bis 13 Jahren leben, besitzen in Deutschland einen PC oder Laptop. 98% wiederum ein Smartphone, 59% auch noch ein Tablet. (Quelle: Bayer, Kinderwelten 2017). Die Digitalisierung hat bereits längst den Alltag unserer Kinder und Jugendlichen erreicht. Die meisten benutzen täglich ihr Smartphone und das Internet. Damit gehen natürlich nicht nur Chancen, sondern auch moderne Gefahren einher: Cybermobbing, Gewaltvideos gedreht mit Smartphones, Cyber-Grooming und natürlich auch Fragen zwischen endlosen AGBs und dem Recht am eigenen Bild. Statt sich diesen Problemen einfach zu ergeben oder gar zu versuchen, sich ganz aus dem Internet zurückzuziehen, werden am Gymnasium Siegburg Alleestraße nun „Medienscouts“ ausgebildet. Hier werden Schülerinnen und Schüler aus den Klassen 7a, 8a und 8d ausgebildet, um selbst anderen Gleichaltrigen, aber auch deren Eltern als Berater zur Seite zu stehen. Peer-Education nennt sich dieses Konzept. Es soll zum einen dazu beitragen, mögliche Hemmschwellen nach Hilfe zu suchen abzubauen. Zum anderen verwenden die Medienscouts „die gleiche Sprache“ wie ihre Gleichaltrigen, haben ähnliche Erfahrungen gemacht und nutzen Medien auf ähnliche Weise. Für Elias Lison (7a) war klar: „Ich möchte anderen Jugendlichen beim Umgang mit Cybermobbing helfen“. Die Beratungslehrer Andrea Heinzen und Hans Klein stehen den kommenden Medienscouts am GSA zur Seite.

 

60 Schülerinnen und Schüler aus dem Rhein-Sieg-Kreis waren für die Ausbildung zu Gast am GSA, um dem Netzwerk beizutreten. Das Kompetenzteam, eine Initiative des Landes NRW, bildet die Teilnehmenden zu Experten in den Bereichen Internet und Sicherheit, Social Communities (z.B. Instagram), Handys und Computerspiele aus, gleichzeitig erfolgen aber auch ein Kommunikations- und Präsentationstraining. Die Ausbildung wird noch bis zum 3. Dezember fortgesetzt. Im Anschluss werden die Scouts ihren Weg durch den Mediendschungel finden und anderen dabei helfen können. „Die Medienscouts sind ein weiterer Baustein in unserem Medienkonzept. Sie können zudem den Schülerinnen und Schülern der neueingerichteten Tablet-Klassen beratend zur Seite stehen.“, erklärt Medienkonzept-Koordinatorin Meike Jansen.

Die Finanzierung des Projektes wurde dankenswerterweise durch die Kreissparkasse Köln realisiert.

Weitere Informationen: Medienscouts
Medienscouts NRW

 

Fernsehbericht (ab etwa Minute 5), abrufbar bis zum 19.09.: LokalzeitBonn

(Text: Hans Klein, Thomas Leiblein; Fotos: Meike Jansen)

 

 

 

 

Gymnasium Siegburg Alleestraße wird ERASMUS+ Schule

Das Risiko wert? – Ein Video über die emotionale Reise im Ausland

„Ich bin dann mal weg!“. Mit diesem Titel begeisterte Hape Kerkeling über Jahre hinweg das Publikum als Platz 1 der Spiegel Bestsellerliste. Der Reisebericht aus Spanien zeigte: Das Abenteuer kann inspirieren und den Horizont erweitern. Das Gymnasium Siegburg Alleestraße freut sich dieses Jahr die 9. Klässler des Spanischkurses zum ersten ERASMUS+-Projekt einladen zu können. Auch diese sollen ihren Horizont erweitern und einen filmischen Reisebericht erstellen. ERASMUS+ ist ein Stipendium, das interkulturelle Projekte zwischen verschiedenen Schulen in ganz Europa fördert und unterstützt.

Die Fachschaft Spanisch hatte sich im letzten Schuljahr darum bemüht, eine Förderung seitens der EU für ein interkulturelles Projekt mit Spanien zu erhalten und wurde belohnt: Unter der Prämisse Worth the risk? A video about the emotional journey while being abroad werden 15 Schülerinnen und Schüler des GSA gemeinsam mit 15 Schülerinnen und Schülern  der IES Vicente Medina in Murcia ein Projekt erarbeiten, das anderen helfen soll, sich neuen Herausforderungen zu stellen und den Blick über den Tellerrand zu wagen.

Immer weniger Schülerinnen und Schüler trauen sich zu ins Ausland zu gehen und das gewohnte Umfeld zu verlassen. Das Interagieren mit Menschen aus anderen Kulturen, die Kommunikation in einer Fremdsprache und das Reisen ohne die Familie kann für viele Kinder angsteinflößend sein. Jedoch sind es genau diese Erfahrungen, die Jugendliche persönlich wachsen lassen und auch im Alltag einen differenzierten Blick auf viele Dinge ermöglichen.

Das Projekt soll Kindern in ganz Europa die Angst vor dem Unbekannten nehmen und zeigen, dass es normal ist, diese Unsicherheit zu spüren. Gleichzeitig soll Ihnen der Wert der Erfahrung bewusst werden, sodass sie den Mut fassen können den Schritt zu wagen.

Die Schülerinnen und Schüler des GSA befassen sich mit genau diesem emotionalen Thema und reflektieren während eines Austauschs mit einer Schule in Spanien in Form eines Videoblogs oder eines Tagebuchs ihre Erwartungen, Ängste und Hoffnungen. Bei verschiedensten integrativen Aktivitäten werden sie ebenfalls mit der Kamera begleitet, sodass am Ende des Projekts ein kleines Video über ihre „emotionale Reise“ entsteht, an der Kinder, die ähnliche Ängste verspüren, teilnehmen und sich inspirieren lassen können.

Dieses Projekt soll jedoch nicht das einzige dieser Art an der Schule bleiben. Man kann somit gespannt sein auf einen inspirierenden Film der Schülerinnen und Schülern des Spanischkurses am Gymnasium Siegburg Alleestraße und hoffen, dass dieser viele Jugendliche in ganz Europa bewegen wird.

(Text: Inken Hoischen, Hans Klein, Fotos: Hoischen)

Mit Speck fängt man Mäuse, mit Büchern echte Leseratten

Die 7A vom Gymnasium Siegburg Alleestraße siegt erneut beim SommerLeseClub

Ist das denn zu glauben? Schon wieder stand die Klasse von Klassenlehrerin Anke Braun auf der Bühne und nahm am Freitag den 30.08. jenen Preis der Stadtbibliothek für die beste Klasse des SommerLeseClubs 2019 in Empfang. Zum zweiten Mal sind es diese Schülerinnen und Schüler, die im letzten Jahr in die Fußstapfen der ehemaligen Musikklasse der Lehrerin traten, die den Preis immerhin drei Mal ergatterten. So reckten die Schülerinnen und Schüler die diesjährige Trophäe im neuen Design neben den vier Pokalen der Vorjahre in die Luft. Toll ist aber auch, dass Marit Leni May aus der 6B für das beste Logbuch gekürt wurde, das sie so wunderbar künstlerisch und literarisch gestaltete.

Wiedermal ist deutlich geworden: Im Lesen macht dem Gymnasium Siegburg Alleestraße und besonders der 7A keiner etwas vor, denn hier liest man neben Masse auch richtig klasse: So hat Elias Lison im vergangenen Jahr den Vorlesewettbewerb des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels auf Schul- und Regionalebene gewonnen und Aleyna Dönmez den Türkisch-Deutschen-Vorlesewettbewerb der Schule und des Rhein-Sieg-Kreises.

Kein Wunder, dass Schulleiterin Sabine Trautwein sich mit den Siegern freut und Anke Braun wie ein Honigkuchenpferd strahlt. Die 7A allerdings lacht schon in Vorfreude auf das Eis, das der Bürgermeister Franz Huhn letztes Jahr versprach, sollten die Kinder nochmals gewinnen. Vielleicht war das der nötige Anreiz? Sommer, Sonne, Buch und Eis?!

(Text: Anke Braun, Hans Klein)

Auf Spurensuche

Die Exkursion der Biologiekurse der Q1 zum Naturschutzgebiet „Heiliges Meer“ - ein Schülerbericht von Leon Riemer, Jonah Reindl und Bastian Ulrich

So gut wie jedes Jahr fahren die Biologie Grund- und Leistungskurse an das sogenannte Heilige Meer, ein Naturschutzgebiet in der Nähe von Ibbenbüren im Norden von NRW, eine anhand von Pollenanalysen auf 2000 Jahre alt bestimmte Sumpflandschaft. Die Herleitung der Bezeichnung „Heiliges“ Meer ist nicht eindeutig. Vermutlich lässt sich die Bezeichnung von „hel“ (Hölle) oder von „hil“ (hillig = arg, schlimm) ableiten, oder möglicherweise auch auf „hola“ (hol = Bruch, Tiefe, Loch). Man könnte dann das „Heilige Meer“ als Bruch- bzw. Einsturzmeer deuten.

Die Fahrt zur ökologischen Forschungsstation dauert etwa drei Stunden, vergeht jedoch wie im Flug. Sobald man angekommen ist, wird zunächst das Gepäck ausgepackt. Danach geht es direkt für erste Feldversuche an das Heilige Meer sowie in die umliegenden Heidelandschaften, um es kennen zu lernen. Dies passiert jedoch zuerst nur theoretisch. Dabei lernt man unter anderem das Ökosystem See kennen in Bezug auf die Vegetationszonierung und thermischen Schichtung kennen. Außerdem haben wir erfahren, dass es eigentlich nicht ein, sondern zwei Heilige Meere gibt, ein kleines und ein großes sowie einen Erdfallsee. Dieser sticht durch seine interessante Geschichte, genau wie die Heiligen Meere aus dem normalen Begriff „See“ heraus. Dies liegt, wie der Name schon sagt, daran, dass dieser „See“ nicht durch Menschenhand erschaffen wurde, sondern die Eiszeit der Grund des Entstehens ist. Durch die immensen Eismassen wurde Sand fortbewegt. Dieser bildete von nun an den Boden dieses Gebietes. Durch Wasser wurden im Untergrund Mineralien gelöst. Auf diese Weise entstanden Löcher unter der Erde. Diese sorgten irgendwann dafür, dass der Sand in die Löcher fiel. Danach füllten sich diese Löcher mit Wasser. Wir haben als Gruppe die besonderen Merkmale der Seen durch praktische Untersuchungen wie zum Beispiel durch Wasserproben aus verschiedenen Tiefen des Sees und eigenständigen Messungen erfahren und geprüft. Dazu zählten Untersuchungen des Grundwassers an verschiedenen Punkten, wobei festgestellt wurde, dass sich der Nitrat-, Eisen- und Sauerstoffgehalt jeweils unterscheidet. Zudem fuhren wir mit zwei Booten auf das große Heilige Meer hinaus und erhielten Einblicke in das Ökosystem. Am letzten Tag erhielten wir noch Planktonkunde durch mikroskopische Untersuchung.

Zusammenfassend kann man sagen, dass diese Fahrt sehr interessant durch die praktischen Forschungserfahrungen war und wir viel Spaß gemeinsam als Gruppe hatten.

(Text von Leon Riemer, Jonah Reindl und Bastian Ulrich; Fotos von Bastian Ulrich)

Abi 2028 – Wir kommen!

Am vergangenen Donnerstag wurden am GSA die neuen Fünftklässler begrüßt

„Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“ (Hermann Hesse) – Diesen Zauber spürten wohl auch die frisch gebackenen Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Siegburg Alleestraße, die am vergangenen Donnerstagmorgen mit Eltern, Geschwistern und Großeltern zum Empfang in die Aula des GSA strömten. Unruhig wippende Beine, nervöse Blicke, erwartungsvolles Schweigen – die Spannung der Kinder (und auch der Eltern) war deutlich zu spüren. Für den ersten 5er-Jahrgang, der am GSA nun wieder 9 Jahre absolvieren darf und somit ein Jahr mehr zum Lernen, Reifen und Spaß haben bekommt, war alles neu: die Gebäude mit den verwirrenden Raumnamen, all die unbekannten Lehrerinnen und Lehrer, neue Mitschülerinnen und Mitschüler und viele neue Fächer.

Mitten in die Spannung schmetterte die Schulband unter der Leitung von Christoph Kranz das Lied The Final Countdown, woraufhin Schulleiterin Sabine Trautwein die neuen Schülerinnen und Schüler des GSA Willkommen hieß. Mit der kleinen Anekdote eines alten Lehrers, der schmerzlich daran erinnert werden musste, nicht alles zu glauben, was ihm andere Leute erzählten, ermutigte sie die neuen Fünftklässlerinnen und Fünftklässler zum eigenständigen kritischen Denken und gab damit einen ersten Vorgeschmack auf das, was die jüngsten Mitglieder des GSA in den nächsten neun Jahren erwarten wird: selbst ausprobieren, entdecken, erfahren, verstehen und hinterfragen. Auch die Erprobungsstufenkoordinatorin Ulrike Steiger und die Ganztagskoordinatorin Eva Uessem begrüßten die frisch gebackenen Gymnasiastinnen und Gymnasiasten. Nachdem ein Streichertrio aus Schülerinnen der Musikklasse 6a das mehrstimmige Stück Whirlwind zum Besten gegeben hatte, wurden die Eltern von der Schulpflegschaftsvorsitzenden Frau Dr. Becker zur Mitarbeit angeregt sowie von der Mensa- und Nachmittagsbetreuungsbeauftragten Frau Quirmbach informiert und die Kinder von der Schülersprecherin Amelie Dumont und dem Schülersprecher Amir Houssaini in die Gemeinschaft der GSA-Schülerinnen und –Schüler aufgenommen: „9 Jahre können einem ewig lang vorkommen… aber wir werden diese Zeit für euch so cool und so spannend gestalten, wie wir nur können!“ An dieser Stelle wurden auch gleich die Partys für die Erprobungsstufe beworben – Partys?! Ein guter Einstieg, fanden die Kinder! Im Anschluss verkündete Frau Colbrant im Namen des Fördervereins das Sponsoring der ersten Lernbegleiter – da waren auch die Eltern glücklich.

Nach dem Begrüßungsprogramm riefen die Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer ihre Schülerinnen und Schüler auf die Bühne und verteilten gemeinsam mit den Klassenpatinnen und –paten aus der EF an jedes Kind eine Sonnenblume als Begrüßungsgeschenk. Dann zogen die Klassen los in ihre Räume, um sich gegenseitig und die Lehrerinnen und Lehrer kennenzulernen, ihre Stundenpläne zu erhalten und zu erfahren, wie alles so läuft an der neuen Schule. Zum Glück würden dem Schulalltag vier Orientierungstage vorausgehen, an denen die Kinder sich eingewöhnen, alles kennenlernen und ihren Lehrerinnen und Lehrern Löcher in den Bauch fragen konnten. Erst am darauf folgenden Mittwoch sollte es dann losgehen mit dem Unterricht nach Plan und somit der Weg zum Abitur 2028 beschritten werden.

Den ersten Tag von 9 Jahren am GSA habt ihr jedenfalls gemeistert, liebe Fünftklässlerinnen und Fünftklässler. Wir alle sind gespannt, was eure Stufe für Freud und Leid, Überraschungen, Fähigkeiten und Motivation, Einstellungen, Lebensfreude, Gemeinschaftsgefühl, Emotionen und Spaß bereit hält und freuen uns auf die nächsten 9 Jahre mit euch! Wie schön, dass ihr da seid!

(Fotos: Puczynski, Text: Hille Eden)

   
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