Förderung  

   

Junge Unternehmer machen

Q1-Schüler präsentieren Video zu selbst entworfener Lernplattform

Facharbeiten sollen Schülerinnen und Schülern wissenschaftliches Arbeiten näherbringen. Dass es sie aber auch zu einer gemeinsamen Idee zusammenschweißen kann, hätten die Q1-Schüler Igor Lapinski und Lucas Wilms des Gymnasium Siegburg Alleestraße nicht vermutet. Doch dass beide im Fach Informatik die höchstmögliche Punktzahl für ihre Facharbeit erreicht hatten, brachte sie auf den Einfall gemeinsam etwas zu entwickeln.

Anlass war sicherlich auch die Startup Teens Challenge. Startup Teens ist ein Zusammenschluss von sechs Unternehmer und Unternehmerinnen aus Baden-Württemberg, Berlin, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Diese wurden durch das Meinungsforschungsinstitut GfK im Jahr 2014 alarmiert, dass lediglich 2% der unter 35jährigen in Deutschland selbstständig sind. Der Durchschnittswert in Europa beträgt dagegen 5%. Unternehmensgründungen sind derzeit in Deutschland bei einem absoluten Tiefstwert angekommen, was für das an Bodenschätzen arme und traditionell an technischen Innovationen des Mittelstandes reiche Deutschland besonders alarmieren sollte. Daher gründeten die Unternehmer mit dem Ziel der Jugendförderung ihr Non-Profit-Projekt.

Bei der startup Teens Challenge, die Jugendliche zum Unternehmertum animieren will, und welches unter anderem von Personen wie Philipp Lahm und Unternehmen wie TheSimpleClub, Runtastic oder Flixbus unterstützt wird, können Schülerinnen und Schüler zwischen 14-19 Jahren ihre Geschäftsideen vorstellen und 10.000€ Sponsorengelder einfahren. Hierfür muss ein Businessplan und ein Pitch-Video abgegeben werden. Die Kategorien lauten Social, Consumer Products, Sciences & Health, Games & Apps, Software & Big Data, Social Networks, Digital Life. Zwischen dem 07. und 14.06. findet dann nach einer Vorauswahl das Online-Voting statt, welche Ideen am besten gefällt.

   

„Wir nehmen mit einer revolutionären Lernplattform teil, zu welcher wir auch ein Video gedreht haben.“, erklärt Igor Lapinski die Idee. „Diese nennen wir Lernble.“ Eine Idee, die ebenfalls aus ihrer schulischen Erfahrung geboren wurde. „Das ist eben ein Bereich, in dem wir uns auskennen. Wir haben ja mittlerweile 12 Jahre Schullaufbahn hinter uns und wissen, wo es Verbesserungsmöglichkeiten gibt.“, ergänzt Lucas Wilms. Wer am Online-Voting teilnehmen möchte, kann sich selbst von dem Projekt überzeugen.

(Text: hk, Fotos: Wilms)

Dem Klimawandel auf der Spur

Der Differenzierungskurs „Geographie-Physik“ präsentiert Projektarbeiten im Audimax der Ruhr-Uni Bochum

Die Schülerinnen und Schüler des neuen Differenzierungskurses „Geographie-Physik“ der Jahrgangsstufe 9 des Gymnasium Siegburg Alleestraße staunten nicht schlecht als der schwarz verkleidete Bus der kölschen Karnevals-Band „Querbeat“ vor der Schule anhielt, um die frühe Fahrt bereits um kurz nach sieben Uhr zur Ruhr-Uni Bochum aufzunehmen. Auch wenn das Motto der kölschen Band #Randaleundhurra lautete, verlief die Fahrt mit dem VIP-Bus nach Bochum bis auf ein kurzes Blitzlicht auf der A3 vergleichsweise unspektakulär. Das Spektakuläre sollte erst passieren, als man den größten Hörsaal des Ruhr-Uni-Campus, das Audimax, erreichte.  Die präsentierenden Schülerinnen und Schüler Amelie Glaw, Chantal Bruch, Leonie Kluth, Okan Ziegert und Vincent Hasper waren schon etwas nervös, denn es waren sie, die stellvertretend für den ganzen Kurs die Ergebnisse des ersten Quartals des Teilbereiches Geographie gemeinsam mit anderen Schülergruppen aus Schulen in und um Bochum vorstellen sollten. Während die übrigen Schüler des Kurses noch den weitläufigen Campus der Ruhr-Uni erkundeten, befand sich die präsentierende Schülergruppe bereits zum Soundcheck mit dem Schauspieler und Moderator der Veranstaltung Achim Büchner auf der Bühne des Hörsaales und erhielt entsprechende Regieanweisungen. Schließlich wurde die Schülerveranstaltung auch für den hauseigenen Fernsehender der Uni ausgestrahlt.

Im Rahmen der öffentlichen Vortragsreihe „Hörsaal City“ zum Thema „Der Klimawandel vor der Tür“ hatten die Schüler des neuen Differenzierungsfaches durch die Kooperationsvereinbarung mit der Arbeitsgruppe Geomatik des Geographischen Instituts die Möglichkeit, ihre Projektarbeiten zum Thema „Mit Satellitenbildern und Videos von der Internationalen Raumstation (ISS) dem Klimawandel auf der Spur“ einer großen Anzahl an Schülern, Studenten und Wissenschaftlern vorzustellen. Bereits im Januar dieses Jahres besuchte der Kurs gemeinsam mit den Wissenschaftlern der AG Geomatik der Ruhr-Uni und der AG Fernerkundung der Uni Bonn die Ausstellung „Wetterbericht“ in der Bundeskunsthalle in Bonn und im Anschluss das Zentrum für Fernerkundung der Landoberfläche, um sich für die Veranstaltung am 18.05.18 in Bochum vorzubereiten. Im Fokus bei der Vorbereitung stand der Klimawandel, der trotz wissenschaftlicher Forschung und politischem Bemühen als ein globales Problem gilt, das noch lange nicht gelöst ist.

Seitdem entwickelten die Schüler in Kleingruppe ihre insgesamt zehn Projektarbeiten zu den Hauptpunkten „Klimawandel – Klimaanpassung – Klimaschutz“. Als Beispiele seien hier die „Auswirkungen des Klimawandels auf Flora und Fauna in Nordrhein-Westfalen“ oder „Wetterextreme in Deutschland“ genannt. Um dem Klimawandel jedoch „so richtig“ auf die Spur kommen zu können, konnte mit Hilfe der Bildbearbeitungssoftware „Blickpunkt Fernerkundung (BLIF)“ und LeoWorks der Rückgang der Gletscher am Beispiel der Ötztaler Alpen durch die Fernerkundungsmethoden „Klassifikation“ und „Change Detection“ beobachtet werden. Aber auch mit Hilfe von Videos von der ISS konnte eine Schneearmut in den Alpen festgestellt werden, die von einer anderen Schülergruppe der Matthias-Claudius-Schule in Bochum durch eine Hochgebirgsexkursion in den Alpen vor Ort bestätigt werden konnte. Auch wenn alle vier vortragenden Schülergruppen den Klimawandel aus verschiedenen Perspektiven betrachteten, waren sie sich schlussendlich alle einig. Jeder kann durch sein Verhalten im Alltag schon aktiv zum Klimaschutz, eine der größten weltweiten Herausforderung der nächsten Jahre, beitragen.

Nach den Pfingstferien stellte die Lerngruppe ihre Projektergebnisse im Rahmen einer Berichterstattung für das Radio Bonn-Rhein-Sieg am GSA vor. Der Sendetermin der Reportage wird über die Homepage der Schule angekündigt.

(text: cm/hk, Fotos: Müller, Klein)

Fitness macht Schule

Kooperationsvereinbarung zwischen Gymnasium Siegburg Alleestraße und TowerPower GmbH

Ob beim Sport oder Unterricht – Schülerinnen und Schüler sollen fit und gesundheitsorientiert angemessene Leistung erbringen.  Dass beides gemeinsam am besten funktioniert, zeigt das Zusammentreffen des Gymnasiums Siegburg Alleestraße und der TowerPower GmbH, des im Turm heimischen örtlichen Fitnessstudios. Beide haben sich dazu entschlossen eine Bildungspartnerschaft zu etablieren.  Dabei ist Sport in der Schule natürlich nichts Neues, trotzdem hat die Partnerschaft große Vorteile. „Das ist halt Erlebnisunterricht“ begeistert sich Sportlehrer Tobias Horn, „alleine der Raumwechsel motiviert die Schüler schon.“ Und zur Motivation trägt ein Fitnessstudio definitiv bei, denn dieses hat im Vergleich zu Sportvereinen oder Gemeindehallen einen großen Vorteil: „Es ist halt trendy!“, bestätigt Heide-Lies Müller-Otte, Mitarbeiterin des Fitnessstudios. So sind Bodycross, Bodypump, Slingtraining, Faszientraining, Zumba und vieles mehr bekannte Trendsportarten, welche man dort durchführen kann.  „Aber letztlich ist das Entscheidende, die Kinder bewegen sich.“

Anne Meyer-Roth, Sportlehrerin des GSA, hat in Sachen Bewegung genaue Vorstellungen: „Wir bieten Fitness als Bereich im Sportunterricht an. Im Fitnessstudio gibt es nicht nur ein breites Bewegungsangebot, sondern auch große Flächen, Geräte und Räume, die man nutzen kann. So können die Schülerinnen und Schüler ein funktionales und gesundheitsorientiertes Fitnesstraining auch im außerschulischen Bereich kennenlernen, das neben der Gesundheitsprävention auch als Möglichkeit der Leistungssteigerung in anderen Sportarten genutzt werden kann.“ Nach einer Praxisphase soll die Kooperation auch Aufnahme ins schulinterne Curriculum finden. Auch Stressbewältigung und Muskelentspannung durch Pilates und Yoga lässt sich hier durchführen – daher hat diese Kooperation auch viel mit einer „gesunden Schule“ zu tun.

Die Zusammenarbeit ist aber nicht rein sportlich: „Zur Gesundheit gehört auch die Ernährung. Wie gehe ich mit meinem Körper um, damit er gesund und fit bleibt.“, erörtert Müller-Otte. Da kann die Ernährungslehre-Lehrerin Elsa Hernekamp-Schmidt nur zustimmen. Als Vertreterin für das Differenzierungsfach „Biologie-Chemie mit Ernährungslehre“ ist sie besonders an der Sportnahrung interessiert und möchte diese genauer unter die Lupe nehmen: „Naturwissenschaftlich bieten sich eine große Zahl von Anknüpfungspunkten im Bereich MINT“.

Viele Möglichkeiten sind in der modernen Bewegungswelt inklusive automatischer Kletterwand, Trainingsfläche, Crossfitraum und Duschen sicherlich gegeben – und all dies wird für die Schüler von Louis Viereck, dem Inhaber der PowerTower GmbH, kostenfrei zur Verfügung gestellt. Durch seine Unterschrift, der Unterschrift der spontan auch mal die Kletterwand ausprobierenden Schulleiterin Sabine Trautwein sowie der Unterschrift des Bürgermeisters Franz Huhn tritt der Kooperationsvertrag bereits dieses Schuljahr in Kraft. Ob die Schüler dann auch bald mehr Kraft und Ausdauer haben, wird die Zeit zeigen.

(Text: hk, Fotos: Klein)

Mit Kängurus knobeln

Rekordjagd beim jährlichen Mathematikwettbewerb

Kängurus können nicht rückwärts laufen. Es geht immer nur vorwärts – meist recht schnell. Auch aus diesen Gründen wählte Australien dieses Tier zu einem ihrer Wappentiere und die australischen Erfinder des Mathematikwettbewerbs tauften ihn nach dem sprunggewaltigen Beuteltier.  Der gemeinnützige Verein Mathematikwettbewerb Känguru e.V., der seinen Sitz an der Humboldt-Universität zu Berlin hat, begann bereits 1995 Wettbewerb den Wettbewerb in Deutschland durchzuführen, an dem mittlerweile 911.000 Schülerinnen und Schüler von 11250 Schulen teilnehmen.

Logisches Geschick, Kombinationsgabe und mathematischer Sachverstand sind nötig, um die kniffligen Aufgaben zu lösen, die manchmal heiter und lustig sind, aber immer weit entfernt von trockener, steifer oder gar langweiliger Mathematik. Vielleicht ist das auch der Grund dafür, dass oft auch Schülerinnen und Schüler, die im Fach Mathematik eigentlich nicht zu den Besten zählen, im Känguru-Wettbewerb gute Leistungen erbringen.

In diesem Jahr brachen die Mathe-Begeisterten am Gymnasium Siegburg Alleestraße alle Rekorde. Mit 205 Teilnehmern aus 17 Klassen der Sekundarstufe I war die Teilnehmerzahl so hoch wie noch nie zuvor. Sie alle konnten nach den Siegerehrungen in ihren Klassen ihre Urkunde mit der erreichten Punktzahl, das Heft mit den Lösungen und neuen Knobeleien und das beliebte Puzzlespiel mit nach Hause nehmen. Zwar gab es viele Känguru-Teilnehmer, doch wirkliche hohe Sprünge machte die Klasse 6c: Ausnahmslos alle Schülerinnen und Schüler hatten sich zum Känguru-Wettbewerb angemeldet. So viel Engagement wurde mit Obst und Süßigkeiten für die ganze Klasse belohnt.

Außerdem war das GSA in diesem Jahr sehr erfolgreich – ein weiterer Rekord. Insgesamt 14 Schülerinnen und Schüler haben eine Auszeichnung in Form eines ersten, zweiten oder dritten Preises erhalten. Die erfolgreichste Klasse ist in diesem Jahr die 5a, in der gleich fünf Kinder zu den Preisträgern zählten.

Der dritte Rekord ist der weiteste Känguru-Sprung: 23 Antworten ohne Fehler in einer Reihe. Da es nur 24 Aufgaben im Wettbewerb gab, heißt das mit anderen Worten: bis auf die letzte Frage wurden alle Aufgaben richtig gelöst.
Dieses Kunststück gelang gleich dreien: Henry Sorg (6a), Emma Lüdde (5a) und Lena Tennagels (5a). Das begeisterte auch Schulleiterin Sabine Trautwein und ihre kommissarische Stellvertreterin Evelyn Pfalz, die die Preisträgerinnen und Preisträger besonders lobten und T-Shirts für die besten Kängurusprünge ausgaben. Die vielen Preise werden vom Verein dahingehend ausgewählt, dass sie geistig anspruchsvoll, anregend und geeignet sind, Kreativität wie auch soziales Verhalten zu fördern. So geht es für die Gewinner auch danach immer weiter vorwärts und nie zurück – wie auch für das Känguru.

(Text: eu, hk, tl, Fotos: Anke Braun und Hans Klein)

(www.mathe-kaenguru.de)

 

Spaß am Streiten

Ausbildung der Streitschlichterinnen und Streitschlichter für das nächste Schuljahr

„Die Leute streiten im Allgemeinen nur deshalb, weil sie nicht diskutieren können.“, sagte bereits der britische Krimiautor G.K. Chesterton vor 100 Jahren. Einen Umstand, den sogenannte Streitschlichter im Auge haben. Wie viel Spaß man aber auch beim Streiten haben kann, erlebten die Interessierten nun beim Streitschlichter-Seminar.

Streiten macht Spaß? Zumindest, wenn man es im Rollenspiel ausprobieren kann, finden die zehn Mädchen und zwei Jungen aus den Klassen 8a, 8b und 8c des Gymnasium Siegburg Alleestraße. An vielen Schulen in Deutschland gibt es inzwischen Streitschlichter. Das sind Schüler, die eingreifen, wenn ihre Mitschüler im Streit liegen - und das mit deutlich mehr Erfolg als Lehrer im Schulalltag. Ein Grund hierfür ist sicherlich, dass man sich auf Augenhöhe begegnet und mehr Zeit für die Beratung hat. Doch damit das funktioniert, müssen die Schülerinnen und Schüler nun mal in einem Seminar ausgebildet werden. Für das Seminar machten sich die 12 Schülerinnen und Schüler auf zur Jugendherberge nach Bad Honnef, gemeinsam mit der Streitschlichtungsbeauftragten am GSA, Siegrid Schierbaum und Jutta Wald-Gaidetzka, die auch die Gruppe leitet. Dort erlernten die Schülerinnen und Schüler vom 3. bis 5. Mai alles Wichtige über Kommunikation und Strategien, wie man in Konflikte verwickelte Mitschülerinnen und Mitschüler durch Schlichtung dazu bewegt, selbstständig eine Lösung für ihren Streit zu finden.

Die zukünftigen Mediatoren arbeiteten sowohl theoretisch und als auch praktisch in Partnerübungen und Rollenspielen. Und da zeigten die Jugendlichen viel Kreativität und Spielfreude, sodass die Schlichtung der Konflikte nicht einfach war. Aber mit Ausdauer, Ruhe, Beharrlichkeit und Überblick erreichten alle das Ausbildungsziel. Die zwölf Zertifikate konnten so an die Strahlenden ausgeteilt werden. Was also das GSA angeht, so hat Chesterton nun ein grobes Dutzend weniger Recht.

(Text: hk, tl Foto: Wald-Gaidetzka)

   
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