Lesen verbindet

Deutsch-türkischer Vorlesewettbewerb schon zum 9. Mal am GSA

"Es gibt verschiedene Kulturen, aber nur eine Zivilisation, die europäische.", wird Kemal Atatürk, Gründer der türkischen Republik und Streiter für eine Trennung von Kirche und Staat gerne zitiert. Und damit hat dieser bereits den Kern des Vorlesewettbewerbs getroffen, denn in diesem geht es ebenfalls um den europäischen Gedanken der Völkerverständigung. 8 Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgangsstufen 5 und 6 des Gymnasiums Siegburg Alleestraße stellten sich der Herausforderung zwei Texte vorzulesen – einen vorbereiteten türkischen und einen unbekannten deutschen Text.

Letzteren bekamen sie erst während des Wettbewerbs ausgehändigt. Die türkischen Texte waren dabei sowohl abwechslungsreich als auch anspruchsvoll – unter anderem hörte man Auszüge aus Märchen, Lebensweisheiten, Parabeln oder sogar politischen Texten vom oben erwähnten Atatürk. Mit dem Vorlesewettbewerb leistet das GSA einen Beitrag zur interkulturellen Öffnung von Schulen, indem ethnische, kulturelle und sprachliche Identitäten der Schüler geachtet und gefördert wird – und gleichsam der Vorteil einer natürlichen Mehrsprachigkeit hervorgehoben wird.

Nach Beratung der Jury bestehend aus Anke Braun, Marita Mirza, Marie Nazlier und Aysen Wiegand standen die Gewinner fest und Schulleiterin Sabine Trautwein überreichte den strahlenden Siegern ihre Urkunden und Preise: Gewonnen hat Aleyna Dönmez (6a). Den 2. Platz belegte Cenan Erdoğan (6a), dritte wurde Tuana Demmer (5b).

(Text: Hans Klein, Fotos: Anke Braun, Hans Klein)

Ein Tag in der Zooschule

Exkursion der Biologiekurse der Q1 des Gymnasiums Siegburg Alleestraße

Ein kalter Märzmorgen, ca. 9:00 Uhr - viele Schüler laufen mit Zettel und Stift in der Hand durch den Kölner Zoo. Was hat es damit auf sich?

Die Biologiekurse des Gymnasiums Siegburg Alleestraße der Q1 von den Fachlehrerinnen Simone Pullwitt und Nina Kluth hatten an diesem Tag eine Exkursion in den Zoo gemacht und innerhalb dieser Exkursion an der so genannten „Zooschule” teilgenommen.

Die Zooschule wurde von einem Mitarbeiter des Zoos betreut und geleitet. Dieser Mitarbeiter war also der Lehrer für den Tag, an dem die Schüler an der Zooschule teilnahmen.

Was macht man denn in so einer Zooschule?

Als erstes versammelten sich die Schüler in einem Raum zur Aufgabenbesprechung – im Zoo entsprachen die Aufgaben den verschiedenen Tieren: Pinselohrschwein, Okapi, Flachland-Tapir, Großer Ameisenbär, Malaienbär und diverse Primaten galt es zu untersuchen. Die große Gemeinsamkeit war die Eigenschaft, dass diese Tiere entweder „Spezialisten” oder „Generalisten” waren – also entweder ein Tier, dass sich an eine spezifische Lebensbedingung perfekt angepasst hat, oder eines, welches mit vielfältigen Bedingungen zurechtkommt. Was ist die Erfolgsstrategie? Dafür recherchierten die Zoobesucher Verbreitung und Lebensräume, Körpermerkmale, Ernährung, Fortbewegung und Gruppengröße (Sozialform) ihrer jeweiligen Tiere. Um diese Informationen zu erlangen, durften die Schülerinnen und Schüler die Tiere im Zoo aufsuchen und beobachten und trugen anschließend ihre Ergebnisse vor.

Die zweite und somit letzte Aufgabe war die Analyse von Blattschneiderameisen und warum diese eigentlich Pilzfresserameisen heißen sollten.

Für diese Aufgabe gingen die Schüler ins „Insektenhaus”. In diesem befindet sich ein Gehege aus Kästen in dem die besagten Ameisen leben. Zuerst galt es, das Gehege mit seinen einzelnen Kästen zu benennen. Im Anschluss sollten die Schüler die verschiedenen Ameisenarten untersuchen und ebenfalls ihre Namen und Eigenschaften aufschreiben. Weiterhin sollten sie eine Hypothese bilden, wie groß die Häufigkeit ist, dass bestimmte Ameisen in einem bestimmten Bereich des Geheges auftauchen. Im Nachhinein sollten sie eine Methode entwickeln, die Menge, der in bestimmten Bereichen auftauchenden Ameisen ermitteln zu können. Zu guter Letzt ging es dann an die Auswertung der Ergebnisse, die Schüler sollten sich auf ihre Lösungen festlegen. Ob damit der Abschied vom Zoo gekommen war, entschieden die Schüler allerdings selbst: Es gab auch nach Unterrichtsende noch viel Zoo zu entdecken …

(Text: Kimiko Mück, Hans Klein, Fotos: Simone Pullwitt)

Alles ALLtäglich?

Der Differenzierungskurs „Geographie-Physik“ der Jahrgangsstufe 9 des Gymnasiums Siegburg Alleestraße auf Exkursion zum Deutschen Museum in Bonn

Ob wir mit dem Navi ans Ziel kommen, ein Paket auf dem Sendungsweg verfolgen oder eine Radtour durch das Siebengebirge inklusive zuverlässiger Wetterprognose und exaktem Höhenprofil planen. Das alles ist eng verknüpft mit den Errungenschaften der Weltraumforschung, aber bereits Alltag. ALLtag sozusagen. Tatsächlich haben es die Satellitennavigation, der Datentransfer und zahlreiche innovative Materialien und Geräte in den vergangenen Jahrzehnten den Weg aus dem All in unser tägliches Leben gefunden.

Die Schülerinnen und Schüler des Differenzierungskurses „Geographie-Physik“ der Jahrgangsstufe 9 des Gymnasiums Siegburg Alleestraße nutzten die Wanderausstellung „INNOspaceEXPO – ALL.TÄGLICH!“ des Raumfahrtmanagements des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), um sich anhand interaktiver Exponat-Module einen Überblick darüber zu verschaffen, wie die Weltraumforschung das Leben auf der Erde verbessert hat. Dabei waren einige GSAler durchaus verblüfft, was „Astro-Alex“ und seine Kollegen auf der Internationalen Raumstation ISS eigentlich so alles machen.

Zudem begleitete der Mitarbeiter Robin Schönstein der AG Fernerkundung der Universität Bonn das GSA-Team, um die Arbeit des Projektes „Columbus Eye – Live-Bilder von der ISS im Schulunterricht“ und „KEPLER ISS“ den jungen Forschern vorzustellen. Schließlich profitieren die GSAler des Differenzierungskurses „Geographie-Physik“ mit dem Teilbereich Fernerkundung durch die Kooperationsvereinbarung mit der entsprechenden Arbeitsgruppe der Universität Bonn direkt von den digitalen Unterrichtsmaterialien und den Live-Videos von der ISS. Und das ist immer noch alles andere als ALLtäglich.

(Text: Christina Müller, Hans Klein, Fotos: Abdeljebbar Slika, Christina Müller)

Zwischen Partnerland, Studium und Feierabend

Drittortbegegnung in Saarbrücken zum Thema deutsch-französische Identität

Was bedeutet eigentlich deutsch-französische Identität und wie lebt es sich, wenn man an der Grenze zwischen zwei Ländern lebt? Diese und weitere Fragen konnten sich die Schülerinnen und Schüler des Französischzweigs der EF in der vergangenen Woche stellen.

Gemeinsam mit den Französischlehrerinnen Ramona Hunzelmann und Ina Hoffmann, sowie französischen Mitschülerinnen und Mitschülern der Seconde der französischen Partnerschule aus Nantes, konnten sie dieser Frage auf den Grund gehen. Dafür trafen sie sich im Rahmen der traditionellen Drittortbegegnung in Saarbrücken. Saarbrücken ist nämlich eine Stadt mit besonderer Wichtigkeit für die deutsch-französische Freundschaft und somit auch für die deutsch-französische Identität, da sie genau an der Grenze zwischen den beiden Partnerländern liegt. Finanziell unterstützt wurde die Schülerbegegnung dankenswerterweise vom Deutsch-Französischen Jugendwerk.

Ziel der einwöchigen Begegnung war es, in deutsch-französischen Gruppen jeweils Informationen zu einem Thema in Bezug auf die deutsch-französische Freundschaft zusammenzutragen und diese auf einem Kalenderblatt zu präsentieren. Das gesamte Programm des Treffens lud also dazu ein, Informationen für sein Projekt zu sammeln und keine Scheu zu haben auch mal genauer nachzufragen. Zu diesem Programm gehörten unter anderem ein Besuch des wunderschönen Luxemburg, ein Treffen mit einem Professoren der Universität Saarbrücken, ein Vortrag der deutsch-französischen Hochschule, der einige interessante bilinguale Studiengänge vorstellte, sowie ein Besuch des Gerichtshofes der Europäischen Union. Es wurden fleißig Fragen gestellt und alle Schüler zeigten großes Interesse an der deutsch-französischen Freundschaft. Ein besonderes Highlight der Begegnung stellte auch der Auftritt der deutsch-französischen Band „Zweierpasch“ dar, die extra für die Gruppe nach Saarbrücken gereist war um einige Songs zu spielen, die sich als richtige Ohrwürmer herausstellten. So wurde besonders der Song „Feierabend“ immer wieder rauf und runter gesungen.

Am Ende der Woche hatten die Schülerinnen und Schüler in ihren Projektgruppen viele Informationen gesammelt, die sie auf ihren Kalenderseiten präsentieren konnten und nun einen Kalender für das nächste Jahr ergeben. Doch nicht nur der Kalender bleibt als Andenken an die Woche. Auch viele neue Freundschaften und die Erkenntnis, dass Sprache keine Barriere sein muss. Mit etwas Mut findet das Miteinander immer einen Weg.

(Text: Leonie Merle Kluth, EF; Ramona Hunzelmann; Hans Klein; Fotos: Ramona Hunzelmann, Ina Hoffmann)

Mehr Informationen zum DFJW findet man unter: DFJW

Ein Lied der Band findet man unter: ZWEIERPASCH - Grenzgänger/Frontalier (official Video)

„Je ne parle pas français“? – nicht am GSA!

Frankreichaustausch der Stufe 8 am Gymnasium Siegburg Alleestraße

In Analogie zu dem bekannten Lied „Je ne parle pas français“ (=Ich spreche kein französisch) von Namika erschallte in der Mensa des Gymnasiums Siegburg Alleestraße am 26.03.2019 eine selbst veränderte Version mit dem Titel „Je parle déjà le français“ (=Ich spreche schon französisch).  Ursache dafür war der herzliche Empfang, den die Achtklässler des GSA ihren gleichaltrigen „corres“ aus Nantes bereiteten. Die kommende Woche hält deshalb hoffentlich für die beiden neugierigen Schülergruppen aus den Nachbarländern viel Erfreuliches bereit, wenn sie sich bis zum 02.04 gegenseitig kennenlernen und hoffentlich im Sinne unseres Songs Freundschaft schließen:   

Je parle dèjà le français
Je suis ému/e de te connaître
Et quand je te dévisage
je pense qu’on pourra être
des amis- eh ben oui!
Tu es chez toi ici!
On va parler, danser, fêter

Et nous amuser ici!
Oh la la la la la la la la la
Oh la la la la la la la la la….

 

Schulleiterin Sabine Trautwein begrüßte die 25 französischen Austauschschüler und begleitenden Lehrer Viviane Charreyron und Franck Jonin des Collège Pont Rousseau aus Rezé in der Mensa, wo auch am Freitag der deutsch-französische Abend stattfinden wird. Die Achtklässler erwartet neben Unterrichtshospitationen ein vielfältiges Programm, das sie in die nahe Umgebung führen wird. So findet am Mittwoch nach dem Mittagessen beim Partnerschaftsverein Siegburg eine Stadtrallye durch statt, Donnerstag darf sich die französische Gruppe im Siebdruck des Kölner Doms als Wahrzeichen des Rheinlandes im Museum Ludwig Köln üben, während die deutschen Schülerinnen und Schülern französischen Spuren in der Kölner City folgen. Freitag gestalten die Schülerinnen und Schüler die soirée franco-allemande in Mensa und kulturcafé gemeinsam.  

Im Vorfeld des Austausches konnten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in kleinen Projekten, wie dem Kochprojekt in der Schulküche, dem Tanz- oder Musikprojekt einem Schwerpunkt widmen. Im Kochprojekt wurden kurze Erklärfilme zu Gerichten, die die Schülerinnen und Schüler vorschlagen durften, gedreht- so zum Beispiel zu „Currywurst mit Pommes“.

Auch der deutsch-französische Abend am 29.3.2019 diente ganz handlungsorientiert und praktisch der interkulturellen Verständigung, wenn deutsch-französische Teams in der Schulküche Dippekuchen und Quiche herstellten. In einer kleinen Ansprache bedankten sich die französischen Kollegen Viviane Charreyron und Franck Jonin nochmals dafür wie freundlich man aufgenommen wurde und dass man sich hier in Siegburg sehr wohlfühlte.

Montags ging es dann abschließend ins Siebengebirge auf die Drachenburg und nach Bonn, bevor es dann Dienstag heißt: Bon retour et à bientôt!  Vom 20.-27. Mai 2019 findet der Gegenbesuch statt.

(Text: Hans Klein/Birthe Gesellchen, Fotos: Hans Klein)

 

   
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