Förderung  

   

Fluch der Akribik

Amtliches Endergebnis der Juniorwahlen am GSA steht fest

Es ist das größte Schulprojekt zur politischen Bildung in Deutschland: Seit 1999 heißt es im Rahmen der „Juniorwahl“ bundesweit für eine Millionen Jugendliche – ran an die Urne!  Eine der 3500 teilnehmenden Schulen: Das Gymnasium Siegburg Alleestraße. Hier durften an die 300 Schülerinnen und Schülern ihre Kreuzchen setzen. Dank einer breiten Unterstützung im Kollegium konnten von der 8. Jahrgangsstufe an fast alle Klassen und Sozialwissenschafts-Kurse daran teilnehmen. „Die größte Belohnung für die Mühe war es zu sehen, wie sich die Teens aus der Mittelstufe angeregt über politische Themen austauschten.“, erläutert Sowi-Lehrer Hans Klein die Aktion. Dieses Projekt steigert nachweislich das Wissen über demokratische Zusammenhänge und weckt das politische Interesse von Jugendlichen. So ist die Wahlbeteiligung unter Erstwählern, die bereits an einer Juniorwahl teilgenommen hatten, erheblich höher als es bei der Vergleichsgruppe wäre. Untersuchungen und Auswertungen dazu laufen gleichzeitig an vielen Universitäten, auch international, z.B. an der Freien Universität Berlin oder der US-amerikanischen Stanford-University. Deshalb übernahm Bundestagspräsident Norbert Lammert gerne die Schirmherrschaft.

Nicht nur die Wähler, auch die Wahlhelfer waren Freiwillige aus der Schülerschaft. „Das ist ganz schön viel Arbeit. In erster Linie müssen die Wahlverzeichnisse gepflegt und geprüft werden, damit niemand zwei Mal wählen kommt. Das heißt akribisch sein. Aber so ist es nun mal: Eine funktionierende Demokratie, eine laufende Wirtschaft, ein friedliches Land – dafür muss man halt was tun“, erklärt Wahlhelfer Danial Taj. „Es ist im Leben nichts umsonst – erst Recht kein Benz“, stimmt sein Kollege Calvin Miller scherzend zu.

Nachdem alle Angemeldeten in der ersten, zweiten und dritten Pause wählen gehen konnten, hieß es nach dem Unterricht für die Wahlhelfer Stimmen auszählen. Nach kurzem Eid wurden  im Vier-Augen-Prinzip die Stimmzettel geprüft. „Es freut mich, dass es nur fünf ungültige Stimmen gab“, betont  Oberstufler Jean-Pierre Heinhold, der sich als Leiter der Wahlkommission verpflichtet hatte. Wie kam es dazu? „In einem Fall wurde zweimal die Erststimme angekreuzt und die Zweitstimme dafür weggelassen“, erklärt er, „deshalb mussten wir den Zettel aussortieren.“ Schade findet er, dass „die Wahlbeteiligung etwas höher“ hätte sein können. Sie lag bei 64% -  es mangelte an Beteiligung in der Oberstufe. Das allerdings lag daran, dass viele, die bereits 18 Jahre alt sind, zu echten Bundestagswahl am Sonntag gehen. Das sei zwar verständlich, meint Heinhold. „Aber man hätte sein Kreuzchen ja auch zweimal machen können.“ (Text: H.Klein/ Fotos: hk/D.Geringer/B.Ulrich)

Die Ergebnisse der gesamten Juniorwahl zur Bundestagswahl 2017 werden am Sonntag um 18 Uhr unter www.juniorwahl.de bekanntgegeben.

aus der presse:

   
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