Die eigene DNA im Rucksack

Genetik-Workshop der Jahrgangstufe 9

„Was hast du heute von der Schule mitgebracht?“ – „Meine eigene DNA!“. So oder so ähnlich könnten in den letzten Tagen einige Gespräche von Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 9 des Gymnasiums Siegburg Alleestraße abgelaufen sein. Diese bekamen bei einem Besuch von zwei Biologinnen der ZDI-Initiative (Zukunft durch Innovation) nämlich die Chance ihre eigene DNA zu sehen und sogar mit nach Hause zu nehmen.

Nach einer Einweisung in die vielen mitgebrachten Laborgegenstände, wie zum Beispiel spezielle Pipetten, welche Flüssigkeiten ganz genau abmessen können, ging es für die Schülerinnen und Schüler der Biologieklasse von Nina Kluth erst einmal mit ein paar Übungen los. Die Schülerinnen und Schüler arbeiteten in Zweiergruppe zusammen und lernten, wie man richtig mit den Pipetten umgehen soll, um später auch ein gutes Ergebnis zu bekommen. Nachdem die ersten Versuche fast fehlerfrei funktioniert haben, begann das eigentliche Experiment. Die Nachwuchs-Laboranten nahmen mithilfe von Mineralwasser eine Probe ihres Speichels und pipettierten diesen in Reagenzgläser. Durch das Hinzufügen verschiedener Chemikalien und anschließendem Verarbeiten in weiteren Gerätschaften der Biologinnen konnte man schließlich in jedem Reagenzglas deutlich eine Art weißen zusammengeknüllten Faden erkennen. Die Schülerinnen und Schüler hatten erfolgreich ihre DNA sichtbar gemacht, welche sie am Ende des Tages auch mit nach Hause nehmen konnten.

Danach wurden noch weitere faszinierende Experimente gemacht und die beiden Biologinnen konnten das Interesse für Biologie in vielen Jugendlichen wecken. Deshalb erzählten sie am Ende nochmal von vielen der verschiedenen Berufe im Bereich der Biologie. Wer weiß, vielleicht denkt einer der Schülerinnen und Schüler ja nun über einen Beruf in dieser Richtung nach – diese Hoffnung hat die ZDI-Initiative, welche gemeinsam mit der Agentur für Arbeit die Berufe aus dem MINT-Bereich fördern möchte. Diese Berufe seien nicht mehr so gut besetzt wie früher einmal, so die Biologinnen. Wenn man die begeisterten Junglaboranten der 9. Klasse sieht, könnte dieses Problem in Zukunft vielleicht kleiner werden.

(Text hk, lk/ Fotos: Nina Kluth)

   
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