Abenteuer pur am GSA

Erste erfolgreiche Expedition im Rahmen des Duke of Edinburgh Projekts gemeistert

Schwer bepackt mit Rucksack und Zelt zogen am vergangenen Wochenende 13 tapfere Schülerinnen und Schüler los, um lediglich mit Kompass, Karte und gesundem Menschenverstand eine zweitägige Expedition zu bewältigen.

Die Expedition stellt den Abschluss des Duke of Edinburgh Bronze-Abzeichens dar, welches man seit diesem Jahr am GSA im Rahmen einer AG erwerben kann. Die Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 und 9 starteten am Freitag um 13.00 Uhr bei bestem Wetter am Gymnasium Siegburg Alleestraße und wanderten in zwei unterschiedlichen Gruppen 14 Kilometer bis zu ihrem Tagesziel. Im Vorhinein wurden die Routen durch das Naafbachtal und die Wahner Heide von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern in der AG geplant. Der Umgang mit Kochern, der Aufbau von Zelten, die Auswahl des richtigen Materials und das Verhalten in Notfällen war Teil der Vorbereitung in der AG. Diese Kenntnisse mussten sie während der Expedition umsetzen, als sie ohne Unterstützung durch Lehrkräfte oder Eltern eine Nacht im Wald zelten und sich dabei selbst versorgen mussten. Nach einer regnerischen Nacht bewältigten die Schülerinnen und Schüler trotz schwieriger Bedingungen und kleiner Wehwehchen die zweite Etappe und kamen geschafft aber glücklich nach weiteren 14 Kilometern an ihrem Ziel an.

„Ich bin stolz auf unsere Schülerinnen und Schüler, dass sie diese Herausforderung trotz schwieriger Bedingungen bewältigt haben und dabei bis zum Ende mit viel Spaß und Teamgeist bei der Sache waren“, sagte Benjamin Kraus, der Lehrer, der die AG am GSA ins Leben gerufen hat. Dort wird diese von einer Reihe von Lehrerinnen und Lehrern betreut. Frei nach Kurt Hahns Ausspruch „Du kannst mehr als du glaubst!“ will dieses Projekt junge Menschen in ihrer Selbstentwicklung motivieren und unterstützen sowie ihre Leistungen auch außerhalb des Unterrichts anerkennen, und gehört somit zu den ganzheitlichen Bildungsprogrammen. Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern ist das Zertifikat des Duke of Edinburgh in Deutschland noch eine große Besonderheit.

Für das Erlangen des Bronze-Abzeichens im Rahmen des Duke of Edinburgh Awards müssen vier Teilbereiche erfüllt werden. Neben der Expedition suchen sich die Schülerinnen und Schüler drei individuelle Herausforderungen, mit denen sie sich wöchentlich jeweils für drei Monate beschäftigen müssen. Ein Bestandteil ist der Dienst, bei dem Erfahrungen im sozialen Bereich gemacht werden. So hat beispielsweise Simon für drei Monate in der Bibliothek, Ayla im Kindergarten und Emeline im Tierheim ausgeholfen. Ein weiterer Bestandteil sind zu entwickelnde Talente: beispielsweise das Erlernen von Arabisch, eines neuen Instruments oder das Erstellen eines eigenen Videoclips. Als letzten Bestandteil müssen sich die Schülerinnen und Schüler einer Herausforderung im Bereich Fitness stellen, in der sie unter anderem Le Parcours erlernten, den Tischtennisverein besuchten oder das DLRG Gold Abzeichen im Schwimmen erlangten. Dabei steht im Vordergrund, dass die Schülerinnen und Schüler ihre individuellen Interessen verfolgen und sich dadurch jeder persönlich weiterentwickeln kann.

In vier Wochen müssen die zwei Teams die letzte Expedition antreten, um nach einem erlebnisreichen Jahr das Bronze-Abzeichen des Duke of Edinburgh Awards in den Händen halten zu können. Im nächsten Schuljahr können sich neue Schülerinnen und Schüler aus der Klasse acht und neun der Herausforderung des Duke of Edinburgh Awards stellen, während die diesjährigen Absolventen das Silber Abzeichen in Angriff nehmen können.

Weitere Informationen zum Duke of Edinburgh-Programm:  Plone site

(Text: Benjamin Kraus/ Hans Klein, Fotos: Kraus)

   
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