Auf Spurensuche

Die Exkursion der Biologiekurse der Q1 zum Naturschutzgebiet „Heiliges Meer“ - ein Schülerbericht von Leon Riemer, Jonah Reindl und Bastian Ulrich

So gut wie jedes Jahr fahren die Biologie Grund- und Leistungskurse an das sogenannte Heilige Meer, ein Naturschutzgebiet in der Nähe von Ibbenbüren im Norden von NRW, eine anhand von Pollenanalysen auf 2000 Jahre alt bestimmte Sumpflandschaft. Die Herleitung der Bezeichnung „Heiliges“ Meer ist nicht eindeutig. Vermutlich lässt sich die Bezeichnung von „hel“ (Hölle) oder von „hil“ (hillig = arg, schlimm) ableiten, oder möglicherweise auch auf „hola“ (hol = Bruch, Tiefe, Loch). Man könnte dann das „Heilige Meer“ als Bruch- bzw. Einsturzmeer deuten.

Die Fahrt zur ökologischen Forschungsstation dauert etwa drei Stunden, vergeht jedoch wie im Flug. Sobald man angekommen ist, wird zunächst das Gepäck ausgepackt. Danach geht es direkt für erste Feldversuche an das Heilige Meer sowie in die umliegenden Heidelandschaften, um es kennen zu lernen. Dies passiert jedoch zuerst nur theoretisch. Dabei lernt man unter anderem das Ökosystem See kennen in Bezug auf die Vegetationszonierung und thermischen Schichtung kennen. Außerdem haben wir erfahren, dass es eigentlich nicht ein, sondern zwei Heilige Meere gibt, ein kleines und ein großes sowie einen Erdfallsee. Dieser sticht durch seine interessante Geschichte, genau wie die Heiligen Meere aus dem normalen Begriff „See“ heraus. Dies liegt, wie der Name schon sagt, daran, dass dieser „See“ nicht durch Menschenhand erschaffen wurde, sondern die Eiszeit der Grund des Entstehens ist. Durch die immensen Eismassen wurde Sand fortbewegt. Dieser bildete von nun an den Boden dieses Gebietes. Durch Wasser wurden im Untergrund Mineralien gelöst. Auf diese Weise entstanden Löcher unter der Erde. Diese sorgten irgendwann dafür, dass der Sand in die Löcher fiel. Danach füllten sich diese Löcher mit Wasser. Wir haben als Gruppe die besonderen Merkmale der Seen durch praktische Untersuchungen wie zum Beispiel durch Wasserproben aus verschiedenen Tiefen des Sees und eigenständigen Messungen erfahren und geprüft. Dazu zählten Untersuchungen des Grundwassers an verschiedenen Punkten, wobei festgestellt wurde, dass sich der Nitrat-, Eisen- und Sauerstoffgehalt jeweils unterscheidet. Zudem fuhren wir mit zwei Booten auf das große Heilige Meer hinaus und erhielten Einblicke in das Ökosystem. Am letzten Tag erhielten wir noch Planktonkunde durch mikroskopische Untersuchung.

Zusammenfassend kann man sagen, dass diese Fahrt sehr interessant durch die praktischen Forschungserfahrungen war und wir viel Spaß gemeinsam als Gruppe hatten.

(Text von Leon Riemer, Jonah Reindl und Bastian Ulrich; Fotos von Bastian Ulrich)

   
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