So feiert man einen 250. Geburtstag!

Auf den Spuren von Beethoven und seinen Influencern

Sich Personen nahe zu fühlen, die schon lange verstorben sind, ist nicht immer einfach. Gerade die großen Komponisten, Dichter und Denker laufen stets in Gefahr als Person in der Geschichte zu verschwinden. Eine gemeinsame Exkursion der Klassen 9a und 9c des Gymnasium Siegburg Alleestraße anlässlich Beethovens 250. Geburtstag in die Bundeskunsthalle soll dort entgegenwirken.

Gerade die lebensnahe Präsentation dort, die den Menschen Bonns berühmtesten Sohn mit seiner Persönlichkeit, seinen kleinen „Schrulligkeiten“, seiner angegriffenen Gesundheit und vor allem dem schon so früh auftretenden Gehörproblem beleuchtete, ließ miteinander ins Gespräch kommen. Die vielen biographischen Einblicke boten für viele einen guten Zugang – für die meisten sogar die erste Begegnung mit der Person Beethoven überhaupt.

Anschließend durften die Schülerinnen und Schüler in Begleitung mit ihrer Musiklehrerin Victoria Piel der ersten Probe von Musikern des Beethoven Orchesters lauschen, die für das Konzert „Die Bonner Hofkapelle – Influencer“ Werke der Mozart-Zeitgenossen J. M. Kraus und A. Rosetti vorbereiteten. Das Orchester spielte in Kammerbesetzung, ähnlich derjenigen der Bonner Hofkapelle im späten 18. Jahrhundert. „Wir saßen ganz nah dran, quasi um das Orchester herum“, berichteten die Musikliebhaber des GSA und so konnte man auch die kleinsten Details der Ausführung heraushören, die bereits bei diesem allerersten Zusammenspiel erarbeitet wurden, „den Bogen bitte ein bisschen mehr im stile antico, weniger als Adagio-Bogen, eine Nuance nur“. Eindruck machte auch der junge chilenische Geiger Yves Ytier, der das Ensemble mit großer Expertise in historischer Aufführungspraxis vom Instrument aus leitete und mit seiner jugendlich-trendigen Ausstrahlung das Klischee, wonach klassische Musik irgendwie aus der Zeit gefallen ist, Lügen strafte. Und dass Influencer und Follower, allgemein gesprochen, nicht erst eine Erfindung unseres Zeitalters der digitalen Medien sind, erläuterte die Konzertpädagogin des Orchesters, Eva Eschweiler. Auch Beethoven hat als Jugendlicher – als Bratschist der Hofkapelle so jung damals bereits im Berufsleben stehend – alles aufgesogen, was angesagt war und daraus seinen eigenen Stil entwickelt. Alles in allem: ein Gedanke, wo auch die Jugendlichen heute gut anknüpfen konnten. Sicherlich hat der alte Meister so auch heute ein paar neue Follower gewonnen.

(Text: Piel/Klein, Fotos: Victoria Piel)

 

 

   

Auszeichnungen  

 
 
 
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