Alles geben - außer auf!

Gymnasium Siegburg Alleestraße gibt beim Sportfest alles

„Wenn du alles gibst, kannst du dir nichts vorwerfen.“, sagte bereits der deutsche Rekordbasketballer Dirk Nowitzki. Und alles gegeben haben die Schülerinnen und Schüler beim traditionellen Sportfest im Stadion Siegburg. Von Weitsprung über Tauziehen bis hin zu Fußball und Völkerball gab es eine bunte Mischung aus verschiedensten sportlichen Disziplinen zu meistern. Dabei traten die Klassen und Kursgruppen im Verband gegeneinander an. An jeder sportlichen Station wurde ein Teil der jeweiligen Klasse eingesetzt, um sich gegen die anderen Mannschaften durchzusetzen.  Dabei wurde niemand übergangen, sondern die ganze Klasse kam zum Einsatz – eine echte Teamleistung eben. Das ganze wäre ohne die Organisation durch die Fachschaft Sport natürlich undenkbar. Doch auch andere Helfer sorgen für einen reibungslosen Ablauf. So waren die Schulsanitäter stets vor Ort, um nach dem Rechten zu sehen, denn gerade bei den heißen Temperaturen sollte man auf den Kreislauf achtgeben. Und damit dieser gut läuft, versorgte der Wahnbachtalsperrenverband die Schülerinnen und Schüler mit genügend Wasser.

Die Preise der jeweils besten Gruppen gingen an die jeweils damaligen Klassen 5b, 6c, 7d, 8b und 9c. Auch die jeweiligen Sportgruppen der Oberstufe wurden ausgezeichnet. Der Preis war Eis für die gesamte Klasse und eine Urkunde, die die Klassensprecherinnen und –sprecher im Namen der Klasse annahmen.

(Text: H. Klein, Fotos: H. Klein)

Glück, das man sehen kann

GSA-Kinder sammeln Spenden und machen sich und Slum-Kinder in Nairobi glücklich

Helfen macht glücklich. Das belegen die vielen strahlenden Gesichter, die man im Juli 2018 in ganz Siegburg, aber besonders zahlreich zwischen dem Bahnhof und der Holzgasse erblicken konnte. Hier versammelten sich viele Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Siegburg Alleestraße, um einen Tag ihre Ideen und Back- oder Bastelkünste, ihr musikalisches oder sportliches Talent und ihre ganze Kreativität und Energie in den Dienst für eine gute Sache zu stellen.

Die gute Sache ist ein ambitioniertes Projekt eines Mannes, Hamilton Ayiera, der im Osten Nairobis Kindern eines Slums eine Perspektive gibt. Er nutzt die kindliche Fußballbegeisterung aus, ködert geradezu die jungen Menschen mit sportlichen Aktivitäten und knüpft eine schulische Grundausbildung als Bedingung zur Teilnahme an. Dieses Projekt, das er mit Leib und Seele vorantreibt, überzeugte auch die Care-Stiftung, die seit einiger Zeit das "Ayiera-Projekt" als Stiftung "Hoffnung 1-plus - CARE für Kinder in Slums" unterstützt. Im letzten Jahresbericht der Stiftung wird das Engagement des Gymnasiums Siegburg Alleestraße explizit hervorgehoben: So brachte der "Tag für Afrika" 2017 insgesamt 11.344 € für die Ayiera-Initiative ein. In diesem Jahr konnte das Ergebnis sogar noch gesteigert werden: mehr als 15.000 € waren in diesem Jahr gesammelt worden und kommen der Stiftung und somit den Kindern in Nairobi zugute. Sagenhaft! Die Kreativität der Schülerinnen und Schüler für ihre Geschäfte war wieder einmal sehr abwechslungsreich: Ein großer Wurf war sicherlich die spaßige Idee des Dosenwerfens, dazu wurde noch Musik gespielt, gebastelt, geschmökert und gekocht. Selbst Hand anlegen konnte man bei dem Oberstufenschüler Markus Arendt, welcher echte Holzkunstwerke schreinerte und dies auch andere ausprobieren ließ.

Spenden-Spitzenreiter ist aber sicherlich die 5A, die tagsüber in Einzelaktionen und am Abend durch ein Benefizkonzert alleine 2124,78 Euro einnahm.

Der französische Philosoph Voltaire schrieb: "Human ist der Mensch, für den der Anblick fremden Unglücks unerträglich ist und der sich sozusagen gezwungen sieht, dem Unglücklichen zu helfen." Wenn auch Sie helfen möchten, zögern Sie nicht:

Spendenkonto: Stiftung Hoffnung 1-plus
IBAN: DE58 3706 0193 BIC: GENODED1PAX  6008 0000 16


Für den Grundschulbesuch eines Kindes sind nur 100 Euro Schulgeld pro Jahr nötig. Das Engagement des Gymnasiums Siegburg Alleestraße sichert zudem auch älteren Kindern den Besuch der weiterführenden Sekundarschule. Der "Tag für Afrika" ist ein kleiner Beitrag mit großer Wirkung, der alle Beteiligten sehr glücklich macht!

(Text: A. Braun/H. Klein, Fotos: Lüdde, Haase-Mühlbauer, Braun)

 

Ein ereignisreiches Schujahr 2017/18

Straßen, Deko und der Vorteil von Körben

Projektunterricht beschäftigt sich mit dem bunten Thema Müll

Was ist die zweitgrößte Insel der Welt? Neuguinea? Borneo? Madagaskar? Erstere wäre wohl mit fast 800.000 km² die klassische Antwort. Wenn man allerdings die 80.000 Tonnen Plastikmüll dazu zählt, welche in einem Gebiet von 1,6 Millionen Quadratkilometern im Pazifik treiben, ist sie vom zweiten Platz weit entfernt. Die Müllinsel ist dreimal so groß wie die Fläche Frankreichs, berichtete das Fachblatt "Scientific Reports". Im Atlantik und im indischen Ozean sieht es nicht besser aus. Ein effektives Recycling ist auch in Deutschland oft nicht gegeben, immer häufiger wird Müll in Länder exportiert, die ihn notfalls ins Meer kippen.

Grund genug also für das Fach Projektunterricht, welches als Teil der Begabtenförderung für besonders leistungsstarke Schülerinnen und Schüler des Gymnasium Siegburg Alleestraße eingerichtet ist, sich mit dem Thema zu beschäftigen. Sich mit dem Thema Müll auseinanderzusetzen erfordert dabei selbstständiges und kreatives Arbeiten in naturwissenschaftlichen sowie geistes- und gesellschaftswissenschaftlichen Bereichen. Der Projektunterricht findet als Einzelstunde einmal wöchentlich jahrgangsübergreifend statt und sorgt durch das Doppelstundenprinzip für keine Versäumnisse im regulären Unterricht. Unter fachlicher Leitung durch die Lehrerin Tuba Celik, die insbesondere beratend tätig wird, können hier 22 Schülerinnen und Schüler alleine, zu zweit und in kleineren Gruppen fächerübergreifende Projekte erarbeiten. Außerdem werden sie auf Wettbewerbe, Akademien und Praktika vorbereitet. Ein System, das Interesse weckt – so berichtete der General-Anzeiger über die Leistungsförderung am GSA.

Ihre Ergebnisse konnten die Projektschülerinnen und –schüler in der Mensa interessierten Eltern, Schülern und Lehrern präsentieren. Zur Eröffnung wurden Filme und ein von Henry Sorg mit der Ukulele präsentiertes Lied zum Thema gespielt. Für das Müllproblem wurden viele Lösungsideen vorgestellt. Einerseits sollte man versuchen möglichst verpackungsfrei zu leben, um die Müllmenge zu reduzieren. Diese ist in Deutschland im europäischen Vergleich sogar besonders hoch. Gleichzeitig sollte der Rohstoff „Plastikmüll“ aber auch besser genutzt werden. Joshua Lison präsentierte daher die Idee, für den Straßenbau geschredderten Plastikmüll zu verwenden. Da Plastik als Bodenbelag mitschwingt, wird gleichzeitig noch der Benzinverbrauch reduziert, während zudem die Baukosten, Reparaturzeiten und die Haltbarkeit zu Gunsten der Plastikstraße ausfällt. Auch Bodenfliesen oder ganze Häuser könnte man folglich möglicherweise auch aus Plastik herstellen. Upcycling ist ein weiteres häufig genanntes Thema. Die Müllmenge lässt sich dadurch reduzieren, dass man versucht aus Müll neue Produkte herzustellen – so präsentierten die Schülerinnen Gina und Leonie Tiltmann. Das klassische Recycling kann aus Plastikmüll zumeist nur minderwertiges Plastik zurückgewinnen, welches nur noch für wenige Produkte einsetzbar ist. Damit das Recycling besser funktioniert, informieren andere Schülerinnen und Schüler über Mülltrennung. Denn es gibt eine Unzahl an Müll, welcher in der Regel falsch zugeordnet wird. Wussten Sie, dass Pizzakartons, Kassenbons und Kartons von Tiefkühlware in der Regel nicht in den Papiermüll gehören? Auch könnten Roboter besser für eine Mülltrennung programmieren lassen, um solche häufigen Fehler zu korrigieren. Bei so vielen Ideen kann man nur hoffen, dass auch in Zukunft Grönland die größte Insel der Welt bleibt. Doch dafür müssen wir alle etwas tun.

(Text: hk, Fotos: Klein)

aus der Presse:

 

Ein Wettbewerb zwischen 3D-Druckern

Robotik-AG lässt teilautonome Eigenkonstruktionen gegeneinander antreten.

Wenn man an Roboter denkt, kommen einem gerne an High-Tech-Unternehmen und Ingenieursstudenten an Universitäten in den Sinn. Doch dank des Fördervereins und der tatkräftigen Unterstützung von Dr. Erich Pelikan, der unter anderem die Wartung übernahm, waren auch vier Schülerinnen und zwölf Schüler des Gymnasium Siegburg Alleestraße, zwei davon aus der internationalen Vorbereitungsklasse in der Lage an ihren „Bots“ zu schrauben. Die Robotik-AG, geleitet von Lehrer Abdeljebbar Slika, greift dabei auf modernste Technik zurück. So werden die Karosserien der Roboter digital entworfen und mit 3-D-Druckern kreiert. Ziel sollte ein Wettbewerb sein, bei dem verschiedene Roboter gegeneinander antreten sollen. Dabei galt es einen Hindernisparcour zu meistern. Bewertet werden sollte nicht nur die Geschwindigkeit, sondern auch die präzise Steuerung. Für jede Berührung eines Hindernisses wurden zwei Strafsekunden vergeben. Gleichsam sollten die Roboter Tore schießen – für jedes Tor wurden wiederum zwanzig Sekunden als Bonus gutgeschrieben. Anspruchsvolle Aufgaben also.

Zur Vorbereitung traf sich die AG alle drei Wochen freitagnachmittags für drei Unterrichtsstunden und alle konstruierten voller Motivation. Dabei hatten sie in jeweils fünf Gruppen an einem eigenen Roboter gearbeitet und sich dabei auf die Hardware konzentriert. Anschließend ging es um die Softwareprogrammierung. Mittels eines Laptops sollten die Roboter ferngesteuert werden, damit eine autonome Fahrt dank Linien- und Abstandssensor möglich war. Dabei wurde an jedem Detail gefeilt: durch die Befestigung kleiner Gewichte an der Hinterachse sollte mehr Grip erzeugt werden.

„Wow, es geht voll ab!“, staunt Yannik Pelikan über die Folgen seiner kleinen Innovation. Für die abschließende Challenge wurden die White-, Red- und Black-Bots bis an die Grenze des Möglichen verbessert. Für die Gewinner gab es salzwasserbetriebene Spielzeugautos, Spinnenroboter und windbetriebene Animaris Ordis Parvus nach Plänen von Leonardo Da Vinci. Für die Jungbastler steht fest: Nächstes Jahr wird wieder konstruiert.

(Text: hk, Fotos: Pelikan/Slika)

   
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