Talente gegen Krebs

Gala des Gymnasiums Siegburg Alleestraße sammelt ca. 3000€ für krebskranke Kinder

Ein Jahr Arbeit, Schweiß und Tränen steckten in der Vorbereitung, die die Schülervertretung des Gymnasiums Siegburg Alleestraße in die Abendgala gesteckt haben. Die Zielformulierung des Schülersprechers Lucas Wilms: „Größer, besser, mehr!“. Gemeint war damit eine größere Show mit besseren Talenten, um mehr Geld für krebskranke Kinder zu sammeln.  Die bereits letztes Jahr von den Schülerinnen und Schülern ins Leben gerufene und organisierte Show sammelt Spenden für die Deutsche Kinderkrebshilfe. Letztes Jahr kamen dabei 1500€ zusammen – dieses Jahr wurde am Abend selbst 2800€ gesammelt. „Die Überweisungen sind noch nicht alle eingetroffen, so weit uns bekannt, haben wir dann aber ca. 3000€ für die krebskranken Kinder sammeln können, was uns stolz und froh macht.“, erklärt Amir Houssaini, einer der zwei Moderatoren der Veranstaltung, die der Gala ein Oskar-ähnliches Ambiente gaben.

Nahezu 500 Zuschauer sind den von der SV des Gymnasium Siegburg Alleestraße ausgehangenen Plakaten, der Radiowerbung oder der Presseankündigung gefolgt, um sich die gekonnt moderierte Show anzusehen. „Für einen guten Ablauf haben wir dafür sogar eigens eine App für Sitzplatzreservierung programmiert.“, erklärt Igor Lapinski, nun frisch gebackener Abiturient des GSA.

Eröffnet wurde die Show vom letztjährigen Gewinner und Ausnahmetalent Henry Sorg, welcher das mehr als anspruchsvolle Lied „Bohemian Rhapsody“ von Queen bravourös mit sich selbst mehrstimmig einsang. Um aber möglichst viele Schülerinnen und Schüler zu motivieren ihre Talente zu zeigen, trat dieser außer Konkurrenz auf. Doch nicht nur dieser war ein bekanntes Gesicht, auch die am Ende zweitplatzierte Lilly-Sophie trat letztes Jahr bereits zusammen mit den „Five Wonders“ auf und konnte mit „Rise Up“ viele Stimmen gewinnen.

Neben Gesang wurde die Show durch Schwarzlicht-Tanzauftritte, einem berührenden Poetry Slam-Beitrag und Kunstradfahrern zu einem bunten Programm erweitert. So waren es auch letztere - Luisa Aymans und Stefanie Wang - die den Wettbewerb dieses Jahr für sich entschieden haben. Beide fahren bereits seit vielen Jahren Kunstrad und haben bereits an den Deutschen Meisterschaften teilgenommen. Gratulation!

„Uns war es wichtig ein möglichst breites Angebot bieten zu können, darum haben wir sogar über Schulgrenzen hinweg nach Talenten gesucht und auch einige Schüler des Anno-Gymnasiums sind unserem Ruf gefolgt. Uns allen liegt das Thema wirklich am Herzen.“, erklärt Amélie Dumont, Schülersprecherin des GSA.

Ebenfalls wurde ein Bild des ehemaligen Schülers des GSA und freiberuflichen Malers Julius-Hendrik Heims „SWED“ (juliusheims.com) versteigert, bei dem ebenfalls alle Einnahmen der Auktion der Krebshilfe zugutekommen. Dabei kamen ebenfalls 250€ für die Kinder in Not zusammen.

Der Publikumspreis wurde durch eine Wahl mit zwei Stimmen entschieden – mit dankenswerterweise von der Stadt Siegburg bereitgestellten Wahlurnen. Dr. Susanne Haase-Mühlbauer, die stellvertretende Bürgermeisterin von Siegburg, musste aber nicht in ihrer Pause Stimmen auszählen, sondern freute sich mit ihrer Familie die Show zu genießen. Vielspender wurden mit Blumen von Blumen Becker, CityFleur, Rhein-Sieg-Flora, dem RA Blumenshop oder Blumen Ohles belohnt, die diese großzügig für die Veranstaltung stellten. Die Getränke für den Abend wurden von Granini gestellt, sodass auch die Einnahmen dieser Verkäufe der Deutschen Kinderkrebshilfe zufielen. Und natürlich wäre ebenfalls ohne Catering- und Technik-AG der Schule die Veranstaltung nur schwer möglich gewesen. Musikalisch eingerahmt wurde sie durch Auftritte von Schulband, Orchester und der Musikklasse 6a, welche gerne selbst als Talent teilgenommen, jedoch die maximale Personenzahl gesprengt hätte.

Am Ende dankte nochmals Schulleiterin Sabine Trautwein dem einjährigen Engagement der SV.  Ebenso kann man dem Förderverein des GSA für die Werbefinanzierung danken. Und nun erst einmal Entspannung für die Schülervertretung des GSA? So antwortet Lucas Wilms: „Die Planungen für Talente gegen Krebs 2020 laufen bereits. Sie sind alle herzlich eingeladen. Beginn ist wieder 18 Uhr.“

(Text: Hans Klein, Fotos: Hans Klein)

 

http://www.gymnasium-alleestrasse.de/archiv/30-2017-18-homepage-2/761-helfer-mit-brief-und-siegel.html

Wie man den Nationalsozialismus überlebt

Auschwitz-Überlebende Esther Bejarano schildert ihre Erlebnisse

Wie man den Nationalsozialismus überlebt

Als ihre „zweite Geburt“ bezeichnete Esther Bejarano ihre Befreiung aus dem Konzentrationslager Auschwitz. Die Schülerinnen und Schüler aus der Klassenstufe 9 und der Oberstufe des Gymnasiums Siegburg Alleestraße hörten wie gebannt den Schilderungen der heute 94-jährigen zu. Von ihrer Ankunft im Viehwaggon 1943 in Auschwitz, vom Lagerleben, von Typhus und Keuchhusten, von der Aufnahme ins Lagerorchester, was ihr schließlich das Leben rettete. Und von ihrer Flucht auf einem der Todesmärsche im Januar 1945. Der Krieg endete für sich mit einer Restauranteinladung von amerikanischen GIs, die gemeinsam mit russischen Soldaten das Kriegsende feierten. Sie spielte Akkordeon, ein Geschenk eines Amerikaners, während ein großes Porträt von Hitler auf der Straße verbrannte.

Die Musik rettete ihr damals das Leben und so sang sie heute in der Aula der Alleestraße gemeinsam mit ihrem Sohn Joram am E-Bass und Kutlu Yurtseven von der Mircrophone Mafia deutsche, jiddische und italienische Lieder und Balladen, die den Bogen zur Gegenwart spannten, indem gegen Rassismus und gegen das Vergessen angesungen wurde. „Ich werde so lange singen, bis es keine Nazis mehr auf der ganzen Welt gibt,“ hatte Bejarano einmal erklärt. Dies tat sie mit viel Energie und Lebendigkeit, sodass viele Schülerinnen und Schüler berührt und beeindruckt waren.

 von links: Andrea Heinzen, Rebekka Hagedorn, Norbert Michels (Geschäftsführer des Diözesanrates der Katholiken im Erzbistum Köln),Joram Bejarano, Sabine Trautwein (Schulleiterin)

untere Reihe von links: Kutlu Yurtseven (Microphone Mafia) und Esther Bejarano

Weder der beste Unterricht noch ein Film können an die Intensität dieser Zeitzeugenberichte heranreichen, erklärte Schulleiterin Sabine Trautwein zur Begrüßung. Auch Norbert Michels vom Diözesanrat der Katholiken im Erzbistum Köln ermahnte die Schüler zu Wachsamkeit gegen rechte Populisten und dazu, sich gegen diese zu erheben. Eine jüdische Weisheit lehrt: „Wer die Vergangenheit nicht kennt, den kann es die Zukunft kosten!“ Auschwitz ist nicht nur ein Ort schrecklichster Menschheitsverbrechen, sondern auch ein Weckruf, im Hier und Jetzt Verantwortung zu übernehmen, um eine menschenfreundliche und couragierte Gesellschaft mitzugestalten. „Mischt euch ein!“, forderte daher die Siegburger Vizebürgermeisterin Dr. Susanne Haase-Mühlbauer. Damit sich diese Geschichte nie mehr wiederholt!

Die Veranstaltung wurde ermöglicht durch die großzügige finanzielle Unterstützung des Diözesanrates der Katholiken im Erzbistum Köln, der evangelischen Kirche in Siegburg sowie des Fördervereins des GSA.

(Text: Hans Klein, Rebekka Hagedorn; Bilder: Hannah Puczynski)

aus der Presse:

Rettet unser Weltall vor Weltraumschrott!

Innovatives Schülerprojekt erhält Auszeichnung vom Luft- und Raumfahrtkonzern Airbus

Die von Airbus finanzierte dreitägige Reise nach Berlin hatten alle noch in guter Erinnerung: Beim bundesweiten Schülerwettbewerb „Ideenflug“ des europaweit größten Luft- und Raumfahrtkonzerns Airbus wurde das Schülerprojekt „Recycle-Space-Garbage“ der AG Fernerkundung des Gymnasiums Siegburg Alleestraße als eines der zehn besten Teams Deutschlands nominiert. Die fünfköpfige Schülergruppe arbeitete gemeinsam mit ihrer Lehrerin Christina Müller mehr als ein Schuljahr an der Idee, die Raumfahrt in Zukunft sicherer zu machen, indem Satellitentrümmer – ein Großteil des Weltraumschrottes – mithilfe elektrischer Magnete eingesammelt werden können. Die Schülerinnen und Schüler wollten jedoch nicht nur den Weltraumschrott durch das RSG-Modul einsammeln, sondern auch wieder zurück auf die Erde transportieren. Als geeignete Idee erschien dem Team die Internationale Raumstation ISS als Zwischenstation zu nutzen, damit der Weltraumschrott dann beispielsweise für den Bau neuer Satelliten wiederverwendet werden kann. Recycling im Weltall!

Nun überreichte Schulleiterin Sabine Trautwein die offiziellen Urkunden an die fünfköpfige Forschergruppe. Lea Brünagel (9d), Ayla Volp, Emmilu Stach, Emeline Hefter und Jan Reichmann (alle 8d) arbeiten derzeit wieder an ihrer Projektidee, um sich beim nächsten „Ideenflug“ mit der AG Fernerkundung erneut bewerben zu können. „Wir bleiben dran!“

(Text: Christina Müller, Hans Klein; Fotos: Hille Eden)

Wir sind Europa - und wir kennen uns in Europa aus!

Die Klasse 9d gewinnt im Europa-Quiz den ersten Platz

Die Europawahl steht vor der Tür. Und während viele noch über das niedrige Interesse und wenig Wissen vieler potentieller Wähler über die wichtigste Wahl Europas klagen, zeigt die kommende Jugend wie’s richtig geht: Die Klasse 9d des Gymnasiums Siegburg Alleestraße des französisch-bilingualen Politik-Kurses von Anette Uhrner-Platen hat am Europa-Quiz des Rhein-Sieg-Kreises teilgenommen und ist auf dem 1. Platz gelandet.

Waren manche Fragen wie: „Warum gehört die Karibikinsel Martinique zur Europäischen Union?“ oder „Wie viele Amtssprachen gibt es in der Europäischen Union?“ für die Schülerinnen und Schüler leicht zu beantworten, gab es doch auch echte Herausforderungen, denn wer weiß schon, worin der Unterschied zwischen einer EU-Richtlinie und einer EU-Verordnung besteht, was das „Eurobarometer“ ist oder wie groß laut EU-Verordnung der Durchmesser einer „Pizza napoletana“ höchstens sein darf, damit sie diesen geschützten Namen verwenden darf? Insgesamt waren 20 Fragen rund um die Entstehung des Staatenverbundes, seine Aufgaben, Organe, Werte und Ideale zu beantworten.

Bei der Feierstunde im Kreishaus wurde 5 Schülerinnen und Schülern der Klasse 9d von der stellvertretenden Landrätin Notburga Kunert im Beisein von Vertreterinnen und Vertretern des Arbeitskreises Europa eine Urkunde sowie 100 € Preisgeld für die Klassenkasse überreicht. Außerdem ist die Klasse 9d im Juni zu einer Diskussion mit dem Europaabgeordneten Axel Voss eingeladen.

Der Arbeitskreis Europa der Kreisverwaltung ist unter anderem Ansprechpartner für die Einwerbung von Fördermitteln und bündelt die europapolitischen Initiativen im Rhein-Sieg-Kreis, der im Übrigen als „Europaaktive Kommune in NRW“ ausgezeichnet ist. Das Gymnasium Siegburg Alleestraße mit seinem Schwerpunkt auf modernen Fremdsprachen, dem AbiBac-Zweig und seinen engagierten jungen Europäerinnen und Europäern ist ein wichtiger Pfeiler in dieser europafreundlichen politischen Landschaft. Denn schließlich: wir sind Europa – c’est nous, l’Europe!

(Text: Anette Uhrner-Platen/Hans Klein; Fotos: Uhrner-Platen)

 

 

 

Je suis ton meilleur ami

Der Gegenbesuch des diesjährigen Frankreichaustauschs vom 20.5.2019 bis 27.5.2019 in Nantes

Mit diesem vielversprechenden Satz (zu Deutsch: „Ich bin dein bester Freund!“) aus dem französischen Karaoke- Song des weltbekannten Disneyfilms Aladin werden diesmal die 25 frankophilen Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 8 des Gymnasiums Siegburg Alleestraße nach Nantes gelockt.

Dort werden sie während des Gegenbesuches bei ihren französischen Austauschschülern des Collège Pont- Rousseau in das französische Schulleben hineinschnuppern, den Alltag in den Gastfamilien erleben, Französisch sprechen, viel von der Gegend in und um Nantes kennenlernen und ihren europäischen Horizont erweitern.

Auf dem von unserer Partnerlehrerin Viviane Charreyron erarbeiteten Programm stehen neben Unterrichtshospitationen und Besichtigungen der touristisch sehr attraktiven Ziele wie etwa den Machines de l‘Ile oder der Stadt Guérande, aus der das berühmte Atlantiksalz stammt, viele altersgemäße gemeinsame Aktivitäten auf der Tagesordnung, wie zum Beispiel das Einstudieren des oben genannten Songs oder das Gestalten der gemeinsamen Feier am Freitagabend.

In der Woche der Europawahlen stellt dieser Austausch insbesondere den Gedanken der deutsch-französischen Freundschaft beim gemeinsamen Lernen, Entdecken und Erleben wieder in den Mittelpunkt.  Auf die ausführlichen Berichte, Bilder und Geschichten nach der Rückkehr darf man gespannt sein.

Weitere Informationen:

Machines de l'ile:  
Guérande:  Ville de Guérande

(Text: Birthe Gesellchen, Hans Klein; Fotos: Gesellchen)   

   
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