Genießen auf der Insel

Multi-Kulti-Kochgruppe zelebriert britische Gerichte

„Die englische Küche hat für kontinentalen Geschmack ihre Härten. Jeder Versuch, das zu beschönigen, wäre eine böse Irreführung aller derjenigen, die zum ersten Male nach England fahren wollen.“ Das schreibt Rudolf Walter Leonhardt, der als Journalist lange auf der Insel gelebt und gearbeitet hat, 1957 in seinem Buch „77mal England“. Doch hier irrt Leonhardt: Die britische Küche galt sogar lange Zeit – bis zum Zusammenbruch des Weltreichs - als eine der Besten der Welt. So auch das Votum der ca. 30 Gäste – darunter 8 Schülerinnen und Schüler – am Ende des Mahls einhellig: Das ist lecker!

"A new book of old recipes" - ein altes, englisches Kochbuch aus dem Jahre 1934 - inspirierte die Organisatoren der Multi-Kulti-Kochabende in diesem Brexit-Jahr dazu, dieses traditionelle Essen der Insel mal genauer unter die Lupe zu nehmen.

Die Multi-Kulti-Kochgruppe, die sich seit Jahren regelmäßig zum Zwecke der kulinarischen Erkundung trifft, ist längst eine Institution am Gymnasium Alleestraße. Eltern, Lehrer, Schüler und Interessierte treffen sich in der Original-70er-Jahre-Poggenpohl-Schulküche, um zusammen Gerichte aus aller Welt zu zaubern.

Die Mitglieder des MK-Organisationsteams hatten für die verschiedenen Gerichte "Patenschaften" übernommen und standen den jeweiligen Teams an den Kochblöcken als "persönliche Coachs" zur Verfügung. Gerade auch die acht Erstteilnehmer konnten sich mit Fragen jederzeit an sie wenden. Schon die Vorspeise kam bei den Hobbyköchen gut an: Cornish Pasties, eine knusprige, mit Gemüse und Steakfleisch gefüllte Teigtasche, die die Bergarbeiter aus Cornwall traditionell mit unter Tage nahmen. Dazu gab es eine köstliche Red Onion Jam und ein Green Tomato Chutney.

Das Menü des Abends barg diesmal allerdings eine besondere Herausforderung: Für die Zubereitung der britischen Traditionsgerichte wurden ausnahmsweise alle 7 Öfen der Schulküche gleichzeitig benötigt! Da war reichlich Koordination gefragt, doch die fleißigen Teilnehmer des Abends meisterten diese Aufgabe mit Bravour und so konnten die verschiedenen Gänge perfekt nacheinander serviert werden. Den Cornish Pasties folgte mit Shepherd‘s Pie der erste Hauptgang, ein mit gebratenem Lammhack und Gemüse gefüllter Auflauf mit goldbrauner Kartoffelpürree-Käse-Kruste. Es folgte das klassischste aller Hauptgerichte des Vereinigten Königreichs: Sunday Roast! Dieses Festtagsessen der Briten hat schon seit dem 15. Jahrhundert Tradition und ist das typische Sonntagsessen englischer Familien. So üppig wie es klingt, ist es auch: Roast beef and Yorkshire pudding, vegetables, roast potatoes with onion gravy and horseradish cream. Dass der Yorkshire pudding kein Pudding ist, sondern eine Teigbeilage, die auch der Aufnahme des Gravy (der Sauce) dient, wusste zwar mancher, aber weniger bekannt ist, dass in früheren Zeiten, als Fleisch noch unerschwinglicher war als heute, die Briten die Yorkshire Puddings häufig auch vorweg aßen, um anschließend weniger Fleisch zu benötigen, um satt zu werden.

Dieses Problem bestand an dem Multi-Kulti-Kochabend nicht: Alle Teilnehmer waren schon sehr gesättigt, als drei typische englische Süßspeisen zu verkosten waren. Auch an diesem Abend hatten die Zubereitung der Desserts die acht anwesenden Schülerinnen und Schüler übernommen. Unter der Anleitung ihrer Coaches backten sie einen sehr saftigen Lemon Drizzle Cake, zu dem eine erfrischende Zitronencreme (Lemon Curd) gereicht wurde. Natürlich durften auch Scones with Strawberry Jam and Clotted Cream (eine mascarponeähnlichen Sahne) nicht fehlen. Da aller guten Dinge drei sind, erfreuten die Jugendlichen die Gäste des Abends auch mit hervorragendem Traditional Scottish Shortbread. Zu dieser fantastischen Dessert-Trilogie wurde stilecht Tee angeboten.

Nach sechs aktiven Jahren hat das Organisationsteam nun die Leitung in neue Hände gelegt: Frau Michaela Becker und ihr Sohn Benedikt übernahmen den Staffelstab – einen 60 cm langen, soliden Holzkochlöffel – und freuen sich auf ihr neues Amt. Über weitere kochbegeisterte Mitglieder für das neue Organisationsteam würden sie sich sehr freuen. Interessierte melden sich bitte bei Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Wer gerne an den Veranstaltungen der Multi-Kulti-Kochgruppe teilnehmen oder Rezepte zugeschickt bekommen möchte, wendet sich bitte ebenfalls an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Die Vorankündigung für den nächsten Multi-Kulti-Kochtermin wird wie immer rechtzeitig auf der Homepage veröffentlicht.

(Text: Hans Klein, Doris Denke; Fotos:  A. Schwiemann)

Biber beliebt wie nie!

Informatikwettbewerb mit Rekordteilnehmerzahlen

Nicht nur an dem als MINT-freundliche Schule ausgezeichnetem Gymnasium Siegburg Alleestraße ist die Erkenntnis eingekehrt: Informatik ist nicht nur wichtig, sondern auch spannend. So haben 2018 373.406 Schülerinnen und Schüler aus 2101 Bildungseinrichtungen teilgenommen. Nochmals 30.000 mehr als 2017. Ziel des Wettbewerbs ist es, das Interesse für diesen zukunftswichtigen Bereich zu intensivieren –wie man sieht mit Erfolg: „Dank des Informatik-Bibers gelingt es uns, bereits früh das Interesse an Informatik sowohl bei den Schülern als auch bei den Schulen selbst zu stärken.“, bestätigt Dr. Wolfgang Pohl, Geschäftsführer der Bundesweiten Informatikwettbewerbe.

Am GSA selbst haben von den 305 Teilnehmenden fast die Hälfte -nämlich 141 - Preise bekommen. Besonders erfreulich sind die knapp 9 %, die die beiden höchsten Ränge im Wettbewerb erreichten. Man freute sich bibertypisch über Holzkugelschreiber als 2. Preis und Taschen (bis Stufe 6) bzw. Powerbanks für den 1. Preis.  Einen ersten Preis erhielten Melina Kraam (6d), Zoe Neudorf (6d), Julius Selbach (EF), Henry Sorg (7a) und Lena Tennagels (6a), zweiten Preis erhielten Erik Clemens (7b), Alea Cluse (8a), Lilly Hänsch (8a), Wim Küpers (8b), Joel López Monjo (7b), Emma Lüdde (6a) und Anna Werde (6a).

Dieses Jahr wird zumindest das GSA den Rekord nochmal brechen: Ab diesem Jahr werden alle Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Mathe-Unterrichts mitmachen!

(Text: Klein, Fotos: Hans Klein)

Weitere Informationen: Biber-Wettbewerb

Das Ende einer Ära

Verabschiedung des Hausmeister-Ehepaars Majnusz am Gymnasium Siegburg Alleestraße

„Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!“ zitierte der Siegburger Bürgermeister Franz Huhn, der gemeinsam mit seiner Stellvertreterin Dr. Susanne Haase-Mühlbauer und dem Schuldezernenten Andreas Mast das Gymnasium Siegburg Alleestraße besuchte, das bekannte Hesse-Zitat. Denn nun beginnt für das ehemalige Hausmeister-Ehepaar eine neue Zeit.

Nach fast 32 Jahren Dauereinsatz und höchst effektiver wie praktischer Hilfe bei den Fragen des Alltags wie auch bei Großveranstaltungen gehen nun Romuald und Therese Majnusz in den wohlverdienten Ruhestand. Da sie in ihrem Treiben Generationen von Schülerinnen und Schülern und mehrere Populationen von Lehrkräften hilfreich begleitet haben, verwundert es kaum, dass auch viele Ehemalige der Verabschiedung beiwohnten – darunter mit Margret Sagorski und Uwe Kippenberg sogar gleich zwei ehemalige Schulleiter. Auch die amtierende Schulleiterin Sabine Trautwein erinnerte an die ersten Begegnungen, damals noch selbst als Schülerin der 7. Klasse. Zu dieser Zeit zog Romuald Majnusz vom Oberschlesischen Katowice, wo er als Bergbau-Steiger und Dachsteiger gearbeitet hatte, ins Rheinland. Zum Glück der Schule! Und dass ein Hausmeister für die Schülerschaft auch eine besondere Bedeutung hat, sah man daran, dass diese ihm zum Abschied Spalier standen, applaudierten und zuwinkten. „Wie eine Parade!“

Das bescheidene Paar wünschte sich einen wenig tränenreichen Abschied mit wenigen Reden. An deren Stelle trat ein breites Musikprogramm, das sich vom Petit Orchestre, welches Beethovens „Freude schöner Götterfunken“ inszenierte, über verschiedenste musikalische Danksagungen („Thank you fort he Music“, ABBA, Unterstufenchor; „Hang on Sloopy“, Peter Blair, Band; „In my life“, The Beatles, Musikklasse 7a, uvm.) erstreckte.

Auch die Musikklasse der 6a bewies mit ihrem sehr anspruchsvollen „Calypso“-Mashup-Kanon unter Leitung von Musiklehrerin Anke Braun, dass das Hausmeisterpaar eine Schule mit einem Musikprofil verlässt. Es endete mit dem traditionellen „Nehmt Abschied Brüder“, in welchem dann alle Lehrer und weiteren Gäste mit einstimmten und sangen: „Lebt wohl, auf Wiederseh’n!“

(Text: Klein, Fotos: Hans Klein)

5 von 5 Sternen

Hundertprozentige Gewinnerquote beim Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“

Der seit den 60ern existierende bundesweite Musikwettbewerb „Jugend musiziert“, der jährlich rund 20.000 Teilnehmer anzieht, hat auch dieses Jahr 5 Schülerinnen und Schüler am Gymnasium Siegburg Alleestraße angezogen.  Dabei gab es am GSA ausschließlich 1. und 2. Plätze in den verschiedenen Kategorien. Insbesondere die Querflöten-Spielerinnen wussten zu begeistern: So gewann Katja Abecker aus der 5a mit ihrer Querflöte den 1. Preis, ebenso wie Klara Herkenhöhner aus der Q2. Luka Leona van Grinsken mit der Gitarre und Gabriel Ubber mit dem Schlagzeug (beide 7a) erreichten jeweils auch einen 1. Preis. Moritz Abecker aus der 6a holte mit seinem Cello einen 2. Preis.

Drei der Gewinner dürfen aufgrund ihrer herausragenden Leistung am Landeswettbewerb in Köln teilnehmen. Eine Erfahrung, die einige der Teilnehmer bereits gemacht haben. So wurde Gabriel Ubber 2018 mit dem 1. Landespreis ausgezeichnet und Klara Herkenhöhner war schon mehrfach 1. Bundespreisträgerin. „Musik liegt mir im Blut“, bestätigte diese bescheiden. Natürlich zeichnet sich dabei auch sehr viel Übung aus: „Alle genannten Schülerinnen und Schüler sind oder waren in der Musikklasse und spielen in mindestens einer unserer vielfältigen Instrumental-AGs!“, merkte Musiklehrerin Ulrike Steiger an. Es wird daher ein Preisträgerkonzert im Kreishaus am 17. Februar 2019 um 11 Uhr mit dem Landrat Sebastian Schuster geben, bei welchem die lokalen Gewinner nochmals geehrt werden und sie ihre Kunst einer breiteren Masse zugänglich machen.

(Text: Klein, Fotos: Hans Klein)

Siehe auch: Jugend musiziert

 

Zwischen Merkel und Macron

Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Siegburg Alleestraße präsentierten den Französischen Abend 2019

„Je ne parle pas français“ (ich spreche kein Französisch) –das konnte man von den Schülerinnen und Schülern der Französischkurse, -klassen und –AGs des Gymnasiums Siegburg Alleestraße am vergangenen Freitag nicht behaupten, als sie am diesjährigen Französischen Abend in der voll besetzten Aula des GSA Sketche, Lieder, Tänze und Spiele auf Französisch und rund um Frankreich präsentierten. Dabei begeisterten alle Altersstufen von der Klasse 5 bis zum Französisch-Leistungskurs der Q1, der die Veranstaltung gemeinsam mit ihrer Lehrerin Elisabeth Udelhofen organisiert hatte, die Zuschauer mit ihren Sprachkenntnissen. Besucher, die des Französischen nicht mächtig waren, wurden jedoch nicht im Regen stehen gelassen: Durch eine charmante Kombination aus französischer und deutscher Moderation sowie einem stetigen Wechsel zwischen den beiden Sprachen in allen Sketchen und Liedern konnten alle Gäste den Aufführungen problemlos folgen und lernten dabei sogar noch ein wenig Französisch.

Dabei war Abwechslung garantiert: Pures Entertainment boten die Französisch-AG „Atelier français“ der fünften Klassen mit ihrem Lied „Das Chamäleon Léon“, der Französischkurs der Klasse 7 mit seiner dramaturgischen Inszenierung einer internationalen Liebesgeschichte sowie die Klasse 6d mit einer außergewöhnlichen Modenschau, an dessen Ende das Publikum die besten Outfits krönte. Durchaus politisch beleuchtet wurde das Thema der deutsch-französischen Freundschaft durch die Inszenierung eines Telefongesprächs zwischen Merkel und Macron des Literaturkurses der Q1 sowie durch eine vom Französisch-LK präsentierte Talkshow, bei der charmant mit nationalen Vorurteilen gespielt wurde. Doch die Zuschauer waren an diesem Abend nicht nur passive Konsumenten: Im interaktiven Quiz „Wissen Sie das?“ der Klasse 8d wurden die Kenntnisse der Gäste zum Thema Siegburg und Umgebung auf die Probe gestellt. Auch beim Bingo wurden die Besucher zum Mitmachen eingeladen, lernten spielerisch die französischen Begriffe zum Thema Familie und einige Glückspilze gewannen sogar einen Preis.

Und all das fand in einem Ambiente wie beim Cabaret statt: Die langen Tische, an denen die Zuschauer saßen, luden während der Umbauphasen zum Plaudern ein und die Getränke wurden von Schülerinnen und Schülern an den Tischen serviert. Hier blieb kein Wunsch offen! Begeisterte Gäste, glückliche Schülerinnen und Schüler, stolze Lehrerinnen – eins wurde wieder einmal deutlich: Das Französisch-Profil des GSA trägt Früchte. Früchte, die Französisch sprechen.

 (Text: Eden; Fotos: Hillle Eden)

   
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