Buchstaben zum Leben erwecken

Elias Lison (6a) strebt als einer von 20 Sechstklässlern zur Bezirksmeisterschaft im bundesweiten Vorlesewettbewerb

Meg Finn verunglückt mit jungen vierzehn Jahren und bleibt in einem Tunnel zwischen Himmel und Hölle stecken. Mit diesem düsteren Buch des Autors Eoin Colfer, aber auch mit der Fähigkeit, die teilweise kryptisch sprechenden Figuren zum Leben zu erwecken, gewann der Schüler Elias Lison der 6a des Gymnasiums Siegburg Alleestraße die Meisterschaft im rechtsrheinischen Rhein-Sieg-Kreis. Er setzte sich damit gegen 20 andere Schülerinnen und Schüler durch, die jeweils zuvor von ihren Schulen gekürt wurden. Auf das Buch sei er durch seine Klassenlehrerin Anke Braun gekommen. „Am Anfang war ich natürlich nervös, aber beim Vorlesen vergaß ich das, es war echt cool und hat viel Spaß gemacht!“, strahlte der Gewinner.

(Text: Klein, Foto: Braun)

Französisch am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen!

Anmeldungen für die bilinguale Klasse des GSA noch bis zum 15.03. möglich

Mit einer Prüfung gleich zwei Zeugnisse, nämlich das deutsche wie französische Abitur: Das ist eine seltene Chance. Um über diese informiert zu werden, haben Schülerinnen und Schüler der Siegburger Grundschulen bei der französischen Matinée am Gymnasium Siegburg Alleestraße einen Einblick in eine für die meisten neue Sprache bekommen. Dabei wurde von den GSAlern auf Französisch viel geboten: die 5. Klässler präsentierten ein Stück, bei dem ein Chamäleon unfreiwillig seine Farbe ändert, die 6D zeigte eine verrückte Modenschau, die zum Mitmachen aufforderte, die 6A machte Musik und es wurden selbstgedrehte Trickfilme gezeigt. Beendet wurde die Matinée mit dem gemeinsamen Singen eines französischen Liedes. Die Grundschülerinnen und Grundschüler waren sich nach dem Besuch einig: Französisch ist gar nicht schwer und macht eine Menge Spaß!

Das GSA bietet auch dieses Jahr die Möglichkeit an, Französisch bereits ab Klasse 5 zu erlernen, also 2 Jahre früher als in Regelklassen. Damit sind viele Vorteile verbunden, z.B. intensives Sprachenlernen, aber auch tolle Erfahrungen bei Schüleraustauschen.  

Für mehr Informationen: Anmeldung im bilingualen Zweig

(Text: Hunzelmann/Klein, Fotos: Hunzelmann)

Ein Vormittag im Namen der Musik

Das Konzert des Musikprofils des Gymnasiums Siegburg Alleestraße begeistert die Viertklässlerinnen und Viertklässler

„Musik kann Menschen verändern, also kann sie auch die Welt verändern.“ (Bono)

So wie der berühmte Musiker Paul David Hewson, besser bekannt unter dem Namen Bono, denken auch die Schülerinnen und Schüler, die sich bei ihrem Start am Gymnasium Siegburg Alleestraße dazu entschieden haben, die Musikklasse zu besuchen. Diese ist ein fester Bestandteil des Musikprofils am GSA und lädt alle ein, die gerne mit anderen Kindern Musik machen. Anmelden können sich dafür sowohl Kinder, die bereits seit längerer Zeit ein Instrument spielen, als auch solche, die neu damit beginnen möchten. Auch im kommenden Jahr wird es wieder eine Musikklasse geben, für welche die zukünftigen Fünftklässler sich noch anmelden können.

Um den ältesten Grundschulkindern einen Eindruck davon zu verschaffen, was sie im Rahmen des Musikprofils erwartet, gaben Musikklassen und –AG´s in Zusammenarbeit mit der Theater-AG ein vormittägliches Konzert für die Viertklässler. In der Aula des GSA wurde einleitend von der Theater-AG in Zusammenarbeit mit dem Unterstufenchor ein Auszug aus Siegfried - Der Nibelungen erster Teil von Michael Assies inszeniert. Es folgten die Musikklasse 6a mit dem Cup-Song und einige Solisten: Eliana Ubber an der Querflöte wurde bei dem Lied The Guv´nor von Sonja Münning am Klavier begleitet. Malin Höfgen und Nele Thomas gaben an den Querflöten Tanz der Clowns zum Besten, Felicitas Mühlbauer, Nepheli Schlierf und Lia Miller spielten gemeinsam am Klavier Petersburger Schlittenfahrt und Merle Sezer, Annick Pabst und Mascha Pabst ließen aus ihren Querflöten den Lockruf erklingen. Eine Mischung aus vielen verschiedenen Instrumenten hörte man dann wieder in den folgenden Auftritten des Petit Orchestre mit der Zauberflöte und dem Vogelfänger, der Musikklasse 5a mit den Liedern 7 Years und Faded sowie der Darbietung einiger Stücke aus dem Karneval der Tiere von der Orchesterklasse. Abschließend spielte das Schulorchester den begeisterten Viertklässlerinnen und Viertklässlern noch Lieder aus der Peer Gynt-Suite und James Bond vor. Nach dem Konzert beantworteten die jungen Musikerinnen und Musiker noch Fragen ihres Publikums.

Ein umfangreiches Konzert in nur zwei Schulstunden! Die Kleinen hörten gespannt zu und applaudierten begeistert. Sicher hat sich der oder die Eine oder Andere bereits selbst mit dem eigenen Instrument auf der Bühne sitzen sehen. Und das könnte schon in wenigen Monaten möglich sein, denn die Musikklasse am GSA hat noch freie Plätze: Die Musikfachschaft sucht nach musikbegeisterten Grundschülerinnen und -schülern, die nach den Sommerferien am Gymnasium Siegburg Alleestraße diese Profilklasse bilden wollen. Egal, ob erfahrene Musiker oder Neueinsteiger – alle sind willkommen! Die einzige Voraussetzung ist der Spaß an der Musik. Informieren Sie sich gerne auch auf der Homepage des GSA unter Musik.

Ihr Kind möchte sich für die Musikklasse bewerben? Nehmen Sie Kontakt mit unserem Sekretariat auf (Tel.: 02241/1026600) und machen Sie einen Termin für ein Vorspielen aus. Die Kinder, die bereits ein Instrument spielen, bereiten ein Stück aus ihrem Instrumentalunterricht vor und suchen ein Lied zum Vorsingen aus. Kinder, die noch kein Instrument spielen können, bringen nur ein Lied mit. Zusätzlich werden mit allen Bewerberinnen und Bewerbern Hörübungen und kleine Rhythmustests gemacht.

Wir freuen uns auf musikbegeisterte zukünftige Fünftklässlerinnen und Fünftklässler!

(Text: Eden, Fotos: Braun, Jansen, Uyar)

 

Video

Quelle: Rhein-Sieg-TV

Wie schön Vulkanausbrüche sein können

Der Differenzierungskurs „Geographie-Physik“ der Jahrgangsstufe 8 auf Spurensuche nach aktivem Vulkanismus in der Eifel

Erst im Januar veröffentlichten Wissenschaftler, dass die Aktivitätsphase des Laacher-See-Vulkans in der Osteifel noch nicht beendet ist und es in Zukunft wieder zu einem Ausbruch kommen könnte. Durch eine Erdbebenserie in bis zu 45 Kilometer Tiefe, die sich seit 2013 ereignet hat, konnten die Geophysiker in ihrer Studie Anhaltspunkte erkennen, dass derzeit unter dem Laacher See sogenannte magmatische Fluide aus dem oberen Erdmantel in die Erdkruste aufsteigen. „Ein möglicher Vulkanausbruch bei uns in der Nähe?!“ Die Schülerinnen und Schüler des Differenzierungskurses „Geographie-Physik“ waren ein wenig entsetzt, denn die möglichen Folgen einer Vulkaneruption hatten sie bereits im Unterricht erarbeitet. Beim letzten Ausbruch des Laacher-See-Vulkans vor etwa 13.000 Jahren konnten Ascheablagerungen sogar bis nach Südschweden und Norditalien nachgewiesen werden.

Um dieser erst kürzlich veröffentlichten Studie auf den Grund zu gehen, ging es nun für die jungen Geophysikforschenden mit dem freundlicherweise vom Förderverein finanzierten Reisebus nach Mendig in den Lava-Dome, dem Deutschen Vulkanmuseum, das den Eifelvulkanismus mit interaktiven Forschungsstationen seinen Besuchern veranschaulicht.

Die Wissenschaftlerin Claudia Lindner der Arbeitsgruppe Geomatik der Universität Bochum begleitete das Forschungsteam des Gymnasiums Siegburg Alleestraße (GSA), um mit ihren aktuellen Untersuchungen des Gebiets um den Laacher See anhand von Satellitendaten bei einigen jungen Forschenden die Angst vor einen akuten Vulkanausbruch zu nehmen. Die Exkursion wurde vor dem Hintergrund der Kooperationen mit den Arbeitsgruppen Fernerkundung und Geomatik der Universitäten Bonn und Bochum geplant, um den Austausch zwischen Schulpraxis und universitärer Lehre und Forschung zu fördern.

Auch wenn der Eifel-Vulkanismus noch nicht erloschen ist, hat die Befüllung der oberen Magmakammern beim letzten Ausbruch des Laacher-See-Vulkans rund 30.000 Jahre gedauert. „Dementsprechend können wir davon ausgehen, dass der Vulkan in den nächsten Jahren noch nicht ausbrechen wird“ erklärte die Wissenschaftlerin den GSAlern mit Blick auf den Laacher See, der an diesem Tag mit seinen von Schnee bedeckten Ufern so friedlich wirkte. Dass dieser Anblick jedoch täuschen kann, konnte das Team im Lava-Dome im „4-D-Erlebnisraum“ sowie im „Rundkino“ am eigenen Leib erfahren. In der „Vulkanwerkstatt“ konnten die Schülerinnen und Schüler anschließend ihr Wissen über Vulkanismus und Plattentektonik des ersten Schulhalbjahres testen, was dem Kurs mit Bravur gelang. Nach diesem doch eher theoretischen, wenn auch interaktiven Teil der Exkursion, ging es praktisch über 150 Stufen in 32 Meter Tiefe unter die Stadt Mendig. Die weltweit einzigartige unterirdische Landschaft aus erkalteten Lavaströmen entstand im späten Mittelalter durch den Abbau von Basaltlava als geeignetes Baumaterial. Mitte des 19. Jahrhunderts wurden die sogenannten Lavakeller, die sich insgesamt über eine Fläche von 3 km2  erstrecken, aufgrund der stets gleich-bleibenden Temperaturen von 6–9 °C zur Lagerung von Bier genutzt. Das unterirdische dunkle Labyrinth betraten einige Schülerinnen und Schüler mit gemischten Gefühlen, da nicht nur dicke und schwere Tropfen Wasser von den hohen Basaltdecken fielen, sondern die ein oder andere Fledermaus hier in einem der europaweit größten Fledermausquartiere ganz „relaxed“ an der Decke hängend ihren Winterschlaf genoss. So mutig kann Forscherarbeit sein!

Text: Hans Klein, Christina Müller

Fotos: Abdellah Slika, Christina Müller

Lateinamerikanisches Flair am GSA

Neues Austauschprogramm mit Argentinien gestartet

Die Idee ist erst einmal nicht neu: Schon das Berliner Komitee für den internationalen Schüleraustausch entsandte in den Jahren 1910-1912 laut seinem Jahresbericht 125 Schüler ins Ausland. Sinn und Zweck ist das Kennenlernen der Kultur, des Landes, der Sprache, das Erlernen größerer Selbstständigkeit und das Schärfen von interkultureller Kompetenz. Während die Verbindungen damals aber nur nach England und Frankreich reichten, ist der Kulturkontakt in der heute immer weiter verknüpften, globalisierten Welt weitreichender. Eine Besonderheit ist ein Austauschprogramm zwischen Deutschland und Argentinien trotzdem noch. Umso freudiger war die Aufnahme der drei argentinischen Austauschschüler. In den nächsten drei Monaten haben diese nun Zeit sich an unser Klima zu gewöhnen – denn eine dicke Winterjacke tragend erzählt Austauschschüler Bruno, dass es derzeit 30° C in Mar del Plata seien.

Der Austausch mit der deutschen Schule Instituto Juan Gutenberg in Mar del Plata bietet für die Spanischlernenden GSAlern eine langersehnte Möglichkeit, die gelernte Sprache alltäglich anzuwenden und kulturelle Besonderheiten Lateinamerikas am eigenen Leib zu erfahren. Denn auch unsere Schülerinnen und Schüler bekommen in der Jahrgangsstufe EF die Chance, einen Rückbesuch von maximal drei Monaten wahrzunehmen.

Neben dem Temperaturschock ist schon alleine die Umgebung eine völlig andere: Für die Argentinier dürfte Siegburg wie ein Dorf wirken, denn ihre Heimatstadt Mar del Plata hat über eine halbe Million Einwohner und liegt direkt an einem kilometerlangen Sandstrand. Der erste Eindruck von Siegburg ist allerdings überaus positiv und auch die Schule beeindruckt. „Diese Schule ist viel größer als unsere Schule in Argentinien. Ich hoffe, dass wir uns hier zurechtfinden!“, sagte Florencia beim Kennenlernen der Schule. Dabei wird ihr ihre Austauschpartnerin Hannah jedoch mit Sicherheit helfen.

Dass alle sechs sehr harmonisch wirken, freut Spanischlehrerin Inken Hoischen besonders, ist allerdings nicht überraschend. „Bevor die Austauschpartner zugeordnet werden, geben alle Interessenten einen Steckbrief mit ihren Hobbys und Interessen ab und gemeinsam wird dann nach passenden Partnern gesucht. Sobald diese gefunden wurden, werden die Kontaktdaten ausgetauscht, sodass sich die Schülerinnen und Schüler im Voraus kennenlernen können und eine Vorahnung haben, ob sie es sechs Monate miteinander aushalten“, erklärt diese mit einem Schmunzeln.

Die neue Möglichkeit des Austauschs ist zwar noch ganz neu am GSA, jedoch kann schon jetzt von einem vollen Erfolg gesprochen werden. Und nicht nur, weil die drei Argentinier Bruno, Joaquín und Florencia den Spanischkurs mit Mate-Tee und ihrer Leibspeise dulce de leche verwöhnten.

(Text: Klein, Fotos: Inken Hoischen)

   
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