Förderung  

   

Beratung & Berufsorientierung

Beratung

Beratung ist in Schule meist als Beratung einer oder mehrerer Personen in fachlicher Hinsicht unter der Berücksichtigung persönlicher Vorbedingungen und Gegebenheiten zu verstehen. Wir nehmen als Schule daher die Beratungstätigkeit, wie sie von der Allgemeinen Dienstordnung, vom Schulgesetz und dem Runderlass zur Beratungstätigkeit von Lehrerinnen und Lehrern in der Schule vom 8.12.1997 vorgegeben ist, in vollem Umfang wahr. Im folgenden werden diese Bereiche nur dann angesprochen, wenn sich Besonderheiten daraus ergeben.

Partner der Beratung sind entsprechend die Schülerin oder Schüler, die Erziehungsberechtigten mit indirekter oder direkter Beteiligung und die Lehrkraft. Ziel der Beratung ist immer, Türen zu öffnen für das Gelingen eines Lebensweges und Wege zu ebnen, auf denen die Schülerinnen und Schüler gemäß auch ihrer eigenen Verpflichtung, zum Gelingen des Lernprozesses maßgeblich beizutragen, in fachlicher, emotionaler und persönlicher Hinsicht erfolgreich sein können.

Beratung ist vor diesem Hintergrund ein wichtiger Baustein, sie kann ein Scheitern bei falscher Zielsetzung oder bei fortgesetzter Missachtung von §42 Schulgesetz, besonders Abs.3 und 4, trotz erheblichen Einsatzes nicht immer verhindern.

Laufbahnberatung

  • Sprachenwahl
  • Abschluss Orientierungsstufe
  • Differenzierungswahl
  • Auslandsaufenthalt
  • Schulabschlüsse
  • Übergang zur Oberstufe

Wir bieten eine kontinuierliche und individuelle wie auch allgemeine Beratung in allen Phasen der Entscheidungsfindung. Beratung bei persönlichen und schulischen Problemen In der Schule:

Pfalz_ES

Ubber-Steiger_MUBI Fr._Kirschbaum
Frau Evelyn Pfalz, StR´ Frau Ulrike Ubber, StR´ Frau Atti Kirschbaum
Beratungslehrerin Beratungslehrerin Psychotherapeutin

Lernberatung im Einzelfall

Beratung mit dem Schwerpunkt „Lernberatung im Einzelfach“ obliegt gemäß diesem Selbstverständnis zunächst dem Fachlehrer, der sich von der Klassenleitung oder der Jahrgangsstufenleitung bezüglich der Schülerpersönlichkeit informieren und beraten lässt. Sie erfolgt über die Jahrgangsstufengrenzen hinweg kontinuierlich in der Zusammenarbeit aller Kolleginnen und Kollegen, die den Schüler oder Schülerinnen. Demgemäß erstreckt sie sich von der Grundschule über die Erprobungsstufe und die Mittelstufe bis in die Oberstufe hinein.

Zur fachlichen Beratung gehört auch die Anfertigung von Förderempfehlungen durch die Fachlehrkraft; diese Förderempfehlungen werden von der Klassenleitung gegengezeichnet und die Kenntnisnahme damit bestätigt.

Lina

Die Fachlehrkraft gibt entsprechend auch Hilfestellung im Sinne von zusätzlichen Aufgaben, Aufgaben mit vermindertem oder erhöhtem Schwierigkeitsgrad, sie berät bei besonderen Lernerfolgen oder Misserfolgen. Beratung in fachlicher Hinsicht beschränkt sich nicht nur auf die Beratung von Schülerinnen und Schülern mit Lerndefiziten oder -schwierigkeiten, sondern begreift sich auch als Beratung stärkerer Schülerinnen und Schüler.

Schullaufbahnberatung - Schulformberatung

Beratung mit dem Schwerpunkt „Schullaufbahnberatung“ und „Schulformberatung“ ist Aufgabe des Klassenkollegiums, der Stufenleitung und der Schulleitung.

Die Klassenleitung fasst Informationen zusammen, bündelt und berät im Klassenkollegium, um anschließend fundiert, informierend und beratend den Erziehungsberechtigten und Schülerinnen bzw. Schülern gegenüber treten zu können. Die Stufenleitung nimmt im Regelfall an Gesprächen zur Schullaufbahnberatung teil, bereitet sie mit vor und berichtet der Schulleitung. In den Zeiten der Verkürzung der Schulzeit an Gymnasien berichtet die Schulleitung der Bezirksregierung und lässt sich im Einzelfall und in rechtlich kritischen Fragen beraten und informiert ihrerseits die Stufenleitung und Klassenleitung.

Um der Verantwortung in diesem Bereich gerecht zu werden, analysiert das Klassenkollegium als Gesamtheit oder in einer Teilgruppe die Lernsituation der Schülerin oder des Schülers, legt Schwächen und Stärken dar und sucht gemeinsam nach Lösungsansätzen, die dann mit dem Lernenden und seinen Erziehungsberechtigten besprochen werden.

Beratung "schulisches Leben"

Beratung mit dem Schwerpunkt „schulisches Leben“ findet durch die von der Schülerin oder dem Schüler aufgesuchte Vertrauenslehrkraft (jährlich neu durch die Schülerschaft gewählt) oder eine andere Lehrkraft des Vertrauens (Klassenleitung, Jahrgangsstufenleitung, Stufenleitung) statt. Die Vertrauenslehrkraft oder eine Lehrkraft des Vertrauens ermittelt im Gespräch die Problemlage und sucht Lösungswege. Bei Konflikten mit Lehrkräften bahnt die Vertrauenslehrkraft Gespräche an oder moderiert Gespräche, gegebenenfalls leitet sie Gespräche mit dem schulpsychologischen Dienst in die Wege oder informiert im Falle von Straftatbeständen die Schulleitung.

Um den Schülerinnen und Schülern die Ansprache bei geschlechtsspezifischen Problemen zu erleichtern, wählen sie jedes Jahr jeweils eine Vertrauenslehrerin und einen Vertrauenslehrer. Auch die Schülervertretung leistet innerhalb der Schülerschaft Beratungsarbeit vor diesem Hintergrund.

Lebensberatung- Schulberatung

Beratung mit dem Schwerpunkt „Lebensberatung“/„Schulberatung“ wird übernommen durch den schulpsychologischen Dienst und eine Psychologin, die vom Kinderschutzbund finanziert wird und eine wöchentliche Sprechstunde an unserer Schule abhält. Kolleginnen und Kollegen ermöglichen den Schülerinnen und Schülern, im Bedarfsfalle an der Sprechstunde teilzunehmen bzw. empfehlen Schülerinnen und Schüler aktiv dorthin.

Notmnnchen

Das Kollegium und die Schulleitung lassen sich ihrerseits vom schulpsychologischen Dienst und der eben erwähnten Psychologin beraten, wenn die Situation dies erfordert, die Schülerin/der Schüler dies wünscht. Grenzen der Diskretion und des Persönlichkeitsschutzes dürfen dabei nicht tangiert werden.

Prävention

Beratung mit dem Schwerpunkt „Prävention“ findet projekt- und klassenbezogen sowie jahrgangsübergreifend statt. In den Klassen 5, 6 und 7 ist sie im Wesentlichen gestützt durch das Projekt „Lions Quest“, in den Klassen 7 wird zusätzlich ein Projekt zum Medienkonsum durchgeführt, gefolgt von einem Projekttag in Klasse 8 in Anlehnung an die „Aktion glasklar“; ein sexualpädagogisches Projekt ergänzt in Klasse 9. Eine Schuldnerberatung findet in Klasse 9 statt. An dem Wettbewerb "Be smart don't start" beteiligen sich regelmäßig die Klassen 5 bis 9. Durch die Teilnahme soll Schülerinnen und Schülern ein Anreiz geben werden, gar nicht erst mit dem Rauchen anzufangen.

Je nach finanzieller Ausstattung der Initiative „Eltern und Medien“ ist es der Schule möglich, einen Referenten zum Thema „Computerspiele“ als Ansprechpartner während eines der beiden Elternsprechtage oder für eine Abendveranstaltung zu verpflichten.

Am Gymnasium Alleestrasse arbeiten zudem Streitschlichter. Die Ausbildung erfolgt jährlich. Eine Pausensprechstunde erlaubt das direkte Ansprechen und die unmittelbare Konfliktlösung.

Außerdem kooperieren wir eng mit der Polizei, dem Ordnungsamt, dem Amt für Kinder, Jugend und Familie und mit anderen im Bereich der Prävention tätigen Institutionen und Gruppen zusammen.

Berufsberatung

Die Berufs- bzw. Studienorientierung ist eine gemeinsame Aufgabe von Schule und Berufsberatung der Agenturen für Arbeit, die in der gemeinsamen Rahmenvereinbarung dokumentiert ist. Im Rahmen dieser Berufs- bzw. Studienorientierung sollen junge Menschen befähigt werden, den Übergang ins Erwerbsleben selbstverantwortlich zu treffen. Dazu sollen Kenntnisse über die Wirtschafts- und Arbeitswelt vermittelt, Berufs- und Entwicklungschancen aufgezeigt und Hilfen für den Übergang in eine Ausbildung oder in ein Studium gegeben werden.

Schule und Berufsberatung der Agentur für Arbeit entwickeln hierzu jährlich ihre Vorstellungen zur kooperativen Studien- und Berufsorientierung und stimmen ihre Maßnahmen gemäß ihrer jeweiligen Aufgabenschwerpunkte aufeinander ab. Das Ergebnis der Abstimmung wird in einer Vereinbarung dokumentiert, die jeweils zu Beginn des Schuljahres aktualisiert wird.

Die Vorbereitung junger Menschen auf den Übergang von der Schule in das Berufsleben soll durch eine Reihe von Elementen sichergestellt werden. Die Berufswahlvorbereitung beginnt am Gymnasium Alleestraße in der Mittelstufe, wenn in der Jahrgangsstufe 8 das Thema Berufswelt im Fach Deutsch aufgegriffen wird und z.B. Lebensläufe und Bewerbungsanschreiben verfasst werden. Auch die Vorstellung von Berufen in Referaten oder – je nach Unterrichtssituation – auch die Simulation von Assessment-Centern kann hier erfolgen. Da in der Jahrgangsstufe 9 ein Schülerbetriebspraktikum durchgeführt wird, verfassen die Schülerinnen und Schüler selbständig ihren Praktikumsbericht und müssen größtenteils zum Erhalt eines Praktikumsplatzes bereits erste Bewerbungen verfasst haben. Der Politikunterricht in Klasse 9 bereitet dann gezielt auf das Berufspraktikum vor. Neben dem eigenverantwortlichen Ermitteln von geeigneten Schülerbetriebspraktikumsstellen und dem damit verbundenen Erproben der eigenen Person in neuen Zusammenhängen werden im Vorfeld alle Fragen gemäß der Darstellung des Curriculums geklärt und die Schüler während des Praktikums durch die Lehrerinnen und Lehrer begleitet.

Die in Kooperation mit dem Nachbargymnasium jährlich stattfindende Berufsmesse Your-Future, bei der Eltern die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 9-13 aus erster Hand über ihre Berufe informieren, ist hier ebenfalls hilfreich und hat sich zu einem festen Bestandteil der Berufsorientierung an beiden Gymnasien entwickelt.

Eine Informationsveranstaltung in der Jahrgangsstufe 9 „Weichenstellung nach der 9“ durch die Berufsberatung zur Berufswahl soll den Schülern weitere Informationsquellen aufzeigen.

Die Beschäftigung mit Berufswünschen und Perspektiven wird zu Beginn der Jahrgangsstufe 12 wieder aufgegriffen. Zunächst wird in den neuen Leistungskursen eine Übersicht über die Informationsmöglichkeiten zu Studiengängen und Berufsfeldern durch die Studien- und Berufsberatung der Arbeitsagentur unter dem Motto „Wege nach dem Abitur“ vermittelt. Die weitere Begleitung der Studien- und Berufswahlentscheidung vollzieht sich teilweise außerhalb des Kursunterrichts durch individuelle Beratungsgespräche mit der Berufsberatung, durch Beschaffung speziellen Informationsmaterials durch die Stubo-Koordinatoren und durch die Teilnahme an den zahlreich angebotenen Informationsveranstaltungen der Arbeitsagentur, der Fach- und Hochschulen sowie vieler Behörden und Firmen. Weiterhin wird in Zusammenarbeit mit der BEK-Siegburg ein Bewerbungstraining (AC-Training) an 6 Vormittagen in den jeweiligen Kursgruppen durchgeführt. Gleichzeitig findet über das ganze Jahr eine Arbeitsgemeinschaft Studien- und Berufsorientierung für die Jahrgangsstufen 12 und 13 statt.

An die Stelle des jährlichen Dies academicus sind die Hochschulinformationstage der benachbarten Universitäten getreten, die den Schülern der Jahrgangsstufen 12 und 13 - soweit möglich - zur Verfügung gestellt werden. Zeitnah wird den Schülern der Jahrgangsstufe 13 darüber hinaus eine Informationsveranstaltung „Bewerbung um einen Studienplatz“ im 2. Halbjahr der 13 angeboten.

Bedingt durch die Oberstufenreform (G8) mit der Schulzeitverkürzung werden die entsprechenden Veranstaltungen in der Oberstufe wohl um ein Jahr vorverlegt. Auf dem Prüfstand steht das Konzept für die Mittelstufe, da den Schülern bisher mit den entsprechenden Maßnahmen jenseits der schulischen Perspektive eine berufliche Perspektive mit dem Erhalt des mittleren Schulabschlusses eröffnet werden konnte. Hier werden Gespräche zwischen den beteiligten Personen der Schule und der Berufsberatung durch die Agentur für Arbeit bzgl. einer Neukonzeption geführt, da der mittlere Schulabschluss in Zukunft erst nach der Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe erreicht wird.

Hinweis

Beratungen mit einzelnen Schwerpunkten zur Schullaufbahn (z.B.: „Zentrale Prüfungen EF“, „Schülerbetriebspraktikum“, „Wahl der zweiten Fremdsprache“, „Wahl des Differenzierungsfaches“, „Eintritt in die gymnasiale Oberstufe“) erfolgen als zentrale Veranstaltungen im jährlichen Turnus für Eltern und Schülerinnen und Schüler. Sie werden gestützt durch den Erziehungsberechtigten bzw. den Schülerinnen und Schülern ausgegebenen Informationsmaterial.
 
   
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