Digital – kooperativ – innovativ

Lehramtsstudentinnen und -studenten des Geographischen Instituts der Universität Bonn im digitalen Austausch mit Schülerinnen und Schülern der Leistungskurse Geographie der Q1 und Q2 am GSA

Digitales Lernen – das Lernen der Zukunft oder nur eine Notwendigkeit der zwingenden Umstände durch die Pandemie?

Das „Lernen auf Distanz“ hat das Bildungssystem seit fast einem Jahr grundlegend verändert. Doch Notwendigkeiten machen bekanntlich auch kreativ. So haben sich auch die digitalen Möglichkeiten des Distanzlernens stetig verbessert. Ob in der Schule oder an der Universität – die sogenannten „Breakout Rooms“ der Videokonferenzsysteme unterstützen kooperative Lernformen und werden von Lehrkräften und Dozierenden dankbar in die digitale Unterrichts- bzw. Seminarplanung mit eingebunden. 

Doch wie sieht digitales Lernen für Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Siegburg Alleestraße und Studentinnen und Studenten an der Universität Bonn aus? Welche Chancen, aber auch welche Hürden diese Form des Lernens, aber auch des Lehrens bereithält, wurde bei einem digitalen Austausch zwischen Lehramtsstudierenden des fachdidaktischen Orientierungsseminars unter der Leitung von Herrn Dr. Nils Thönnessen und Lernenden der Leistungskurse Geographie der Geographielehrerin Christina Müller aus verschiedenen Perspektiven digital diskutiert. Dabei wurde sehr schnell deutlich, dass – aufgrund der zeitlichen Dauer des bisherigen Distanzlernens – vielen Lernenden der persönliche Kontakt zum Kurs oder auch den Mitstudierenden fehlt, weshalb auch die „Breakout Rooms“ eine gute Möglichkeit bieten, wieder mehr in den persönlichen Austausch zu kommen. Auffällig war, dass sowohl die Lernenden wie Studierenden ein großes Bedürfnis hatten, sich über ihre Erfahrungen mit dem digitalen Lernen auszutauschen und ihre Erwartungshaltungen gegenüber dieser Form des Lernens zu teilen. Dafür sprachen dann auch die Rückmeldungen einiger Schülerinnen und Schüler des GSA, denen dieser Austausch „...einfach mal gutgetan hat“.

Bereits im letzten Schuljahr hatten Studierende für den Leistungskurs kreative Erklärvideos zu den Themen der Qualifikationsphase erstellt, um diese als zusätzliches Lernmedium im digitalen Unterricht nutzen zu können. Notwendigkeiten machen erfinderisch und haben das digitale Lernen und Lehren an Schulen wie Universitäten verbessert und ausgebaut, was auch den zukünftigen Geographielehrkräften in dieser kooperativen Veranstaltung deutlich wurde.

(Text: Christina Müller, Foto: Pixabay (freie kommerzielle Nutzung – kein Bildnachweis erforderlich))

„Danke, kommen Sie wieder!“

Schülerfeedback auf den Besuch des TouchTomorrowTrucks am GSA

Zu einem Unterrichtsgeschehen, dass sich stets verbessern soll, gehört eine gute Evaluation dazu. So wurden beim Besuch des TouchTomorrowTrucks, über welchen wir jüngst berichtet hatten, Rückmeldungen der Schülerinnen und Schüler eingeholt. Dies ist vollständig abgeschlossen mit dem Fazit: sehr positives Feedback. Dabei begann dies bereits mit Gesprächen der MINT-Coaches im Chat, wo die Schülerinnen und Schüler die aktiven Naturwissenschaftler und Naturwissenschaftlerinnen befragen konnten. So konnte das Modell des Hyperloops sogleich fachlich aus dem universitären Geschehen beantwortet werden. Der Hyperloop ist ein in der Entwicklung befindliches Hochgeschwindigkeitsverkehrssystem, bei dem sich Kapseln durch eine Röhre gleitend mit annährend Schallgeschwindigkeit fortbewegen können. Schülerinnen und Schüler der 8c wollten zum Beispiel wissen, wie lange man bräuchte, um so eine Röhre von München nach Berlin zu bauen, ob man es theoretisch über einen Ozean bauen könnte und wie alltagstauglich dieser wäre.

Gut gefiel auch das Quiz über das Vorwissen, welches ausgezeichnete Ergebnisse einbrachte. Dass der Besuch des TTT ein großer Erfolg war, könnte man am Feedback der 8c exemplarisch bewerten. Diese sagten: „Die Videos waren eine gute Idee und die Länge des Streams war auch passend!“, „Hat mir sehr gut gefallen und war sehr gut erklärt.“, „Das war alles sehr interessant“. Nun muss nur noch Corona enden, damit ein realer Besuch des TouchTomorrowTrucks am Gymnasium Siegburg Alleestraße geplant werden kann.

(Text: Klein, Foto: Marner)

Zusammenhalt aus der Ferne

Die Schülervertretung startet die Fotoaktion „Distanzunterricht“

Alles läuft etwas anders als normalerweise - das ist inzwischen wahrscheinlich jedem klar geworden. Und so muss auch die Schülervertretung des Gymnasium Siegburg Allestraße neue Methoden suchen, um zu zeigen, dass sie für ihre Mitschüler da ist.

 

Deswegen startet die SV eine Fotoaktion unter dem Motto: „Distanzunterricht macht einsam. Aber was sind deine besten Tipps und Tricks, damit du trotzdem organisiert und mit Spaß am Unterricht teilnehmen kannst?“ Alle Schülerinnen und Schüler sind dabei eingeladen, Beiträge an Lilly Breunig oder Johannes Weingarten über Teams zu senden. Dort können sie zeigen, welche Rituale oder Organisationstricks ihnen helfen, die schweren Zeiten mit einem guten Gefühl zu überstehen oder auch einfach ein Bild von ihrem derzeitigen Arbeitsplatz zu senden.

 

Die eingegangenen Beiträge werden auf dem Instagram-Kanal der SV @svalleestrasse veröffentlicht. „Für uns alle ist die Situation derzeit nicht einfach. Schule auf Distanz kann uns manchmal einsam vorkommen, aber wir sehen die Aufgabe der Schülervertretung auch darin, dafür zu sorgen, dass wir in schwierigen Zeiten zusammenhalten und für die Schülerinnen und Schüler da sind“,  erklärt Schülersprecherin Leonie Kluth die Idee. So entsteht virtuelle Gemeinschaft, wenn gerade ein direktes Zusammenkommen nicht möglich ist.

 

Für eine Zeit danach hat die SV allerdings auch schon gesorgt: Neben dem Piano in der Pausenhalle haben wir auch zwei weitere Kicker-Tische besorgt, die derzeit in Ruhe aufgestellt werden können. Wir hoffen also auf viele Einsendungen.

 

(Text: L. Kluth/Klein, Fotos: Klein)

„Mobilität der Zukunft – Der Hyperloop“

Der TouchTomorrow-Truck besucht das GSA im digitalen Livestream

Die Corona-Krise macht den Besuch außerschulischer Lernorte extrem schwierig. Wieso also nicht die außerschulischen Lernorte einfach nach Hause bringen? Die Zukunft einmal selbst erleben – das ist dabei die Devise des TouchTomorrow-Trucks der Dr. Hans Riegel-Stiftung. Seit 2018 tourt er durch Deutschland mit dem Ziel, Schülerinnen und Schüler Zukunftstechnologien näher zu bringen und sie für Bildungs- und Berufswege im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) zu gewinnen.

Doch ein Besuch in Zeiten von Corona? Wie sieht so etwas aus?  Eigentlich war geplant, dass der TouchTomorrow-Truck das Gymnasium Siegburg Alleestraße vom 11.-14.01. besucht, was durch den verlängerten Lockdown jedoch nicht realisiert werden konnte. Die Projekt-Coaches haben daraufhin kurzfristig und ganz flexibel in Zusammenarbeit mit dem GSA ein interaktives Angebot zum Thema „Mobilität der Zukunft“ entwickelt, welches an das truckeigene Exponat „Hyperloops“ anknüpft und somit einen guten Einblick in den Truck gegeben hat.

„In Zusammenarbeit mit den Organisatoren konnte ein digitales Programm auf die Beine gestellt werden“, erklärt die MINT-Koordinatorin des Gymnasiums Siegburg Alleestraße Birgit Kempe-Weitkamp. Diese hat gemeinsam mit Beate Marner, der Koordinatorin für Berufliche Orientierung in der Sekundarstufe I, das Projekt schulisch betreut.

Durch die Förderung der Bundesagentur für Arbeit wurde das inspirierende wissenschaftliche Informations- und Interaktionsangebot durch Elemente der Beruflichen Orientierung ergänzt, indem die Vielfalt an möglichen Wege in Ausbildung oder Studium durch die MINT-Coaches und einer zugeschaltete Berufsberaterin aus der Region aufgezeigt wurden.

Der 60-minütige Livestream hat bei allen beteiligten Schülerinnen und Schülern der Mittelstufenklassen und MINT-Oberstufenkursen eine überragende, positive Resonanz erfahren. Das sympathische wie authentische Moderatorenteam hat es geschafft, die Schülerinnen und Schüler unterhaltsam und interaktiv über die zukunftsweisenden Technologien der Mobilität und die Vielfältigkeit der beruflichen Orientierung im MINT- Bereich zu informieren.

Das digitale Projektanbot in dieser Woche war für das GSA als „MINT-freundliche Schule“ nicht nur aus fachlicher Sicht eine große Bereicherung. Im derzeit eingeschränkten Rahmen des MINT-Unterrichts, welcher doch sonst auch von Schülerexperimenten geprägt ist und nun meist über Videokonferenzen als Distanzunterricht stattfindet, war es auch eine willkommene Abwechslung für die Schülerinnen und Schüler. Dabei war zwar das Angebot von täglich drei Streams, welches von insgesamt zwölf Fachkolleginnen und -kollegen des GSA mitbetreut wurde, bereits ein Großes – trotzdem soll es damit nicht schon vorüber sein.

„Wir hoffen, das engagierte TouchTomorrow-Team mit dem Truck bald auch vor Ort begrüßen zu dürfen!“, erklärt Birgit Kempe-Weitkamp.

(Fotos TTT, Foto/Text Birgit Kempe-Weitkamp, Beate Marner, Hans Klein)

 

Mehr Informationen zum Projekt?

Klassenkonzert in Coronazeiten

(von Hannah Scheidgen)

Trotz dieser schwierigen Zeit und der ganzen Coronabedingungen, wollte die Klasse 7a vom Gymnasium Siegburg Alleestraße das Klassenkonzert nicht ausfallen lassen. Zuerst war die Überlegung es live zu streamen, doch letztendlich war die Lösung, dass jedes einzelne Kind aufgenommen und alle Stücke am Ende zu einem ca. 38-minütigen Video zusammengeschnitten wurden. Dieses Video wurde dann an die Eltern verlinkt. So konnte das Klassenkonzert der 7a doch noch stattfinden.

Unser digitales Klassenkonzert

(von Klara Lenz)                               

Schon im September haben wir überlegt, wie wir unser Klassenkonzert durchführen könnten. Damals rechneten wir noch mit einem analogen Konzert. Jedoch merkten wir schnell, dass dies in diesem Jahr nicht möglich sein würde. Doch für uns war klar, dass wir es machen. Die Frage hieß nur „Wie?“

Schnell kamen wir auf die Idee einer Liveübertragung, das lehnten wir jedoch sehr schnell ab, denn so würden wir noch mehr Zeit zusammen verbringen und das wäre den Umständen nicht gerecht geworden. Als der Vorschlag des Aufnehmens  aufkam, wurde uns klar, dass das möglich sein könnte. Unser Lehrer (Herr Kranz) fragte nach dieser Entscheidung schnell Herrn Klein, ob er an dem letzten Schultag vor den Ferien in den ersten beiden Stunden uns filmen könnte. Zwei Wochen vor den Ferien bekamen wir die Nachricht, dass er nur am 11.12.2020 für uns Zeit hätte. Gefilmt hat schließlich ein Schüler aus der Q2.

Also ging es in die Endspurtphase des Übens. Die Frage war nur noch „Dürfen Bläser spielen?“ Diese Diskussion hatten wir schon häufiger geführt, aber schließlich meinten wir, wenn die Bläser hinter den Schutzwänden stehen oder anderen Schutz hätten, dürften sie alleine im Raum spielen. An dem Tag selber waren alle aufgeregt, denn da wurde erst beschlossen, dass wir  ein am Anfang des Schuljahres geübtes Lied mit nur einer Sängerin spielen würden. Während die Instrumente gestimmt  und sich eingespielt wurde, wurde immer eine Person oder Gruppe in den Aufnahmeraum gerufen und durfte spielen. Während schöne Melodien und kleine Verspieler aus dem Raum kamen, unterhielt man sich in den anderen Räumen oder lenkte sich gegenseitig von der Aufregung ab. Wegen des Zeitmangels konnten wir leider keine Ansagen machen, denn es war so schon stressig. Zum krönenden Abschluss spielten wir nach vielen Wochen endlich wieder eines unserer Lieder.

Obwohl wir Zeitdruck und Ungewissheit hatten, wurde unser Programm ziemlich abwechslungsreich. Als Klasse endlich wieder musizieren zu können und auch zu wissen, dass man dieses Jahr etwas erreicht hat, verschaffte uns etwas Hoffnung, denn das Gefühl der Gemeinschaft und die schönen Klänge beim Musizieren sind in Coronazeiten nicht leicht zu bekommen. Auch das Hinfiebern auf ein Konzert ist in Coronazeiten selten und gerade das ist es, was unser Konzert mit allen Klängen und Menschen so besonders macht.

 

   

Auszeichnungen  

 
 
 
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