Wasser wird das neue Gold

Sowi-LK des GSA simuliert einen möglichen Konflikt als UN-Sicherheitsrat

Wassernot ist die logische Konsequenz des Klimawandels, den Angela Merkel „die Überlebensfrage der Menschheit“ nennt. Doch nicht nur dieser schürt das Problem: Auch das Bevölkerungswachstum trägt dazu bei. Heute haben laut UN-Informationen etwa 1,1 Milliarden Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser – und 15 Millionen Menschen macht der Durst zu Flüchtlingen. Schon Mitte des Jahrhunderts könnte die Zahl auf 3 Milliarden wachsen. Großes Konfliktpotential gibt es daher in den Regionen, in denen eine große Abhängigkeit von externen Wasserressourcen und Wasserknappheit zusammenkommen.

In der Simulation der Schülerinnen und Schüler des Leistungskurses Q2 des Sowi-Leistungskurses kommt es daher in einem fiktiven Szenario in einigen Jahren zu einem Konflikt zwischen Nil-Anrainerstaaten. Neben den ständigen Mitgliedern des UN-Sicherheitsrates und den Konfliktparteien werden auch einige der Nicht-ständigen Mitglieder dargestellt. „Ich stelle in der Simulation die Rolle der Bundesrepublik Deutschland dar. Diese ist nicht nur derzeit ein nicht-ständiges Mitglied des Sicherheitsrates, sondern rotieren auch etwa alle acht Jahre immer wieder in diese Position.“, erklärt Kai Kochalski. Für die Beratung werden Anträge und Resolutionsentwürfe vorbereitet, sich genaustens mit dem Thema und den einzelnen Ländern beschäftigt. „Da es sich bei Wasser um eine so lebensnotwendige Ressource handelt, ist die Wahrung des Weltfriedens in solchen Konfliktfällen eine besonders heikle Aufgabe, die wenig Spielraum lässt.", erklärt Schülerin Charlotte Selbach, die als Frankreich den Vorsitz innehat. Mit so viel diplomatischem Gespür sind die Schülerinnen und Schüler auf jeden Fall gut für die Zukunft gewappnet.

(Text: Hans Klein, Fotos: Klein)

Fridays For Future trotz Corona

Kreative Aktion für größere Achtsamkeit zum Thema Klimawandel am Gymnasium Siegburg Alleestraße

In kürzester Zeit füllte sich ein Bereich des Schulhofes – zwischen Hauptgebäude und Mensagebäude – mit bunten Kreidezeichnungen. Dabei zeigt sich dem Beobachter aber sogleich das gemeinsame Thema: Eine brennende Erde, Warnungen vor der Klimakatastrophe und Fragen an Politik und Gesellschaft, wie man darauf reagieren wolle.

Obwohl durch die Corona-Situation Demonstrationen und andere Aktivitäten mit vielen Teilnehmern im Moment pausieren müssen, hat die AG „Umwelt und Nachhaltigkeit“ des GSA trotzdem eine Aktion gestartet. Am Freitag der 13.11.2020 waren alle Schüler in den Pausen dazu aufgerufen mit Kreide etwas auf den Boden zu zeichnen, um auf ihr Herzensthema aufmerksam zu machen. Am Ende war ein schönes „Gesamtkunstwerk“ mit Slogans, Icons und kleinen Bildern entstanden. Damit hat sich die AG auch an dem nationalen Wettbewerb dieses Tages beteiligt, bei dem möglichst viele solcher Kunstwerke an möglichst vielen Schulen in Deutschland entstehen sollten.  

(Text: Ritzmann, Klein, Fotos: Klein)

Konflikte richtig bewältigen

Ausbildung der Streitschlichterinnen und Streitschlichter für dieses Schuljahr

„Die Leute streiten im Allgemeinen nur deshalb, weil sie nicht diskutieren können.“, sagte bereits der britische Krimiautor G.K. Chesterton vor 100 Jahren. Einen Umstand, den sogenannte Streitschlichter und Streitschlichterinnen im Auge haben. Wie viel Spaß man aber auch beim Streiten haben kann, erlebten die Interessierten nun beim StreitschlichterInnen-Seminar am Gymnasium Siegburg Alleestraße (GSA).

Streiten macht Spaß? Zumindest, wenn man es im Rollenspiel ausprobieren kann, finden die SchülerInnnen der Klasse 9a des GSA. An vielen Schulen in Deutschland gibt es inzwischen das Konzept der Streitschlichtung durch Schülerinnen und Schüler, die bei der Konfliktbewältigung helfen, wenn ihre Mitschülerinnen und Mitschüler im Streit liegen. Ziel der Streitschlichtung ist, dass die in Konflikte verwickelten Mitschülerinnen und Mitschüler eine selbstständige Lösung für ihren Streit finden. Damit dies funktioniert, werden die Schülerinnen und Schüler als Streitschlichterinnen und Streitschlichter in einem Seminar durch die Streitschlichtungsbeauftragten am GSA, Siegrid Schierbaum und Hannah Puczynski, ausgebildet.

Im Rahmen des Seminars verbrachten die Schülerinnen und Schüler einen ganzen Tag gemeinsam in der Schule und erlernten zunächst die Grundlagen für eine erfolgreiche Kommunikation und eine sprachsensible Konfliktvermittlung mit der Haltung eines Mediators ohne Schuldzuweisungen. Im Anschluss erprobten sie durch praktische Übungen und Rollenspiele den Prozess der Streitschlichtung auf Grundlage des Bensberger-Mediatoren-Modells. Dabei zeigten die Jugendlichen viel Kreativität und Spielfreude, sodass die Schlichtung der Konflikte nicht immer einfach war. Aber mit Ausdauer, Ruhe, Beharrlichkeit und Überblick erreichten alle das Ausbildungsziel, sodass die Streitschlichtung am GSA auch in diesem Schuljahr durch die Schülerinnern und Schüler angeboten werden kann.

Text: Hans Klein und Hannah Puczynski

Bild: Hannah Puczynski

Wir wollen hoch hinaus!

Vier Schülerinnen und Schüler des GSA berichten von ihren Universitätsbesuchen

Für einige ist die Universität ein ferner Elfenbeinturm. Nicht so für Milan Möltgen, Leandra Scharenberg, Henry Sorg, (alle 9. Klasse) und Gesche Lindenberg (EF). Diese können im Rahmen der Fördermöglichkeiten des Gymnasium Siegburg Alleestraße einige Kurse und Klassenstunden am Auslassen, um nebenher diesen Turm zu erklimmen. Die Wege dahin sind dabei so unterschiedlich, wie die vier selbst.

Gesche Lindenberg besucht Kurse zum Thema Astronomie. Ins Thema fand sie über das Wahlpflichtfach Geophysik mit Fernerkundung. „Auch dort haben wir keplersche Gesetze durchgenommen“. An der Universität Bonn besucht sie nun neben dem Oberstufenalltag eine Vorlesung und Übung dazu.  Henry Sorg hat ein sehr breites Interesse und besucht verschiedenste Kurse, als Mathe-Ass besucht er regelmäßig Vorlesungen unter anderem zu Analysis, aber auch anderen Themen wie zum Beispiel Wärmelehre. Dieser inspirierte auch andere aus der Klassenstufe es ihm gleich zu tun. Milan Möltgen, der bereits das Wahlfach Politik-Wirtschaft-Soziologie besuchte, entschied sich für den nächsten Schritt zum Studium der Politikwissenschaften. „Das Besondere dabei ist, dass man als Schüler keine Sonderbehandlung bekommt, sondern genau dasselbe leisten muss wie alle anderen Studenten auch, was natürlich eine größere Eigenverantwortlichkeit als in der Schule voraussetzt.“ Eine ganz neue Erfahrung für die Schülerinnen und Schüler der Mittelstufe, die ihre Universitätsvorlesungen – wenn sie an den Prüfungen dort teilnehmen möchten – später auch für ein mögliches Studium anrechnen lassen könnten.

Leandra Scharenberg studiert bereits im 2. Semester Jura. Diese stieß bei ihrer Recherche auf dieses Angebot für Schülerinnen und Schüler: „Nach einer Weile bin ich dann auf ein Angebot der Fern-Universität in Hagen gestoßen: Ein Akademiestudium.“ Für ein Akademiestudium ist nicht zwingend Abitur notwendig, sodass sie sich regulär dort beworben hatte. „Im Rückblick habe ich alles richtig gemacht und die Entscheidung Jura zu studieren war eine der besten, die ich je getroffen habe. Aber für alle die auch mal ein solches Studium probieren wollen: das Ganze ist auch relativ zeitaufwendig, wenn man wirklich weiterkommen möchte. Wenn man also Schule, Uni, Instrument und Leistungssport unter einen Hut bringen möchte, muss man auf ein gutes Zeitmanagement setzen. Das heißt zum einen, Prioritäten setzen zu müssen und zum anderen sich gut mit Sporttrainern und Musiklehrern zu verständigen, um zeitlich funktionierende Trainingspläne usw. erstellen zu können“, erklärt sie. Dabei überschneidet sich dies auch nicht mit dem Schulalltag – Ausfälle und Nacharbeiten von Schulstoff sind nicht nötig. Während die Fernuniversität Hagen natürlich dauerhaft auf die jetzigen Bedingungen eingestellt ist, kommt einigen die Corona-Abstinenz auch entgegen: „Normalerweise würde man um die Vorlesungen und Übungen zu besuchen, jede Woche nach Bonn fahren und dort das Uni-Gebäude besuchen. Aufgrund von Corona kann man nun jedoch praktischerweise direkt von Zuhause aus teilnehmen.“, erklärt Milan. So war es nicht zuletzt der Virus, der den fernen Elfenbeinturm also ins heimische Lernzimmer holte.

(Text: Klein, Foto: Klein)

 

 

Mehr Nähe auf Distanz

Ipads für das Unterrichtsgeschehen am GSA

„Die industrielle Revolution unserer Zeit ist digital.“, sagt auch der ehemalige Kommissar für den digitalen Binnenmarkt und Vizepräsident der Europäischen Kommission Andrus Ansip. So hat sich im letzten Jahr – auch beschleunigt durch die Coronakrise – im Bereich Digitalisierung schon viel getan. Besonders am Gymnasium Siegburg Alleestraße, wo ein besonders modernes Medienkonzept den digitalen Takt angibt. So wurde bereits letztes Jahr begonnen die 5. Klässler mit Ipads als Leihgeräte auszustatten. Über Apple-TVs und Mimio-Boards lassen sich ganz neue unterrichtliche Möglichkeiten realisieren. Und nicht zuletzt erfordert auch der Distanzunterricht immer häufiger Videokonferenzen.

Damit nicht nur die Schülerinnen und Schüler, sondern auch die Lehrkräfte dafür technisch ausgestattet sind, werden diese nun ebenfalls mit Ipads ausgestattet. Die ersten 33 Ipad Airs 4 wurden jetzt der Schule geliefert. 62 weitere Geräte mit anderer technischer Ausstattung werden folgen. Die technische Beratung und auch die Fortbildungen innerhalb der Schule werden dabei vom Digitalteam bestehend aus Markus Stöber und Arne Loewenich bereitgestellt. „Es wurde darauf geachtet, dass jede Kollegin und jeder Kollege das Gerät erhalten wird, was zum eigenen Unterrichtsgeschehen des jeweiligen Faches am besten passt.“. Die anfängliche Sorge, dass mehr Technik zu größerer Distanz führt, hat sich bislang nicht bestätigt. Umfragen bestätigen, dass der Kontakt zu den Lehrerinnen und Lehrern deutlich leichter geworden ist, man so gesehen „näher“ an diesen dran ist, auch wenn man räumlich weit entfernt ist.

Die Entscheidung für ein Apple-Ipad ist dabei keinesfalls aus Markengründen gefallen. „Dass sowohl Lernende als auch Lehrende Apple-Produkte erhalten, hat etwas mit den Wartungskosten zu tun. Diese werden von der Stadt getragen. Und die Wartung ist bei dem Hersteller aus Software-Gründen deutlich günstiger zu realisieren.“, erklärt die Verantwortliche für das Medienkonzept Meike Jansen. So ausgestattet ist man für die Revolution gewappnet.

(Text: Klein, Fotos: Stöber)

   

Auszeichnungen  

 
 
 
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