Ein Hauch von Royal Ascot

Abiturverleihung des Gymnasiums Siegburg Alleestraße im Stadion

Schicke Hüte, elegante Kleider und Anzüge und englischer Rasen: Was ein Hauch von Luxus versprüht, war doch – wie konnte es anders sein – eigentlich eine Notlösung aufgrund der Hygienerichtlinien wegen des Coronavirus. Es fühlte sich allerdings nicht so an, auch wenn die Teilnehmer auf den Wegen zu ihren Plätzen, die den Sicherheitsabstand einhielten, Masken trugen. In Sachen Sicherheit wurde nicht gepokert – entgegen dem Motto des diesjährigen Abiturjahrgangs des GSA: „Cabino Royale – um jeden Punkt gepokert.“ Damit verabschiedet das Gymnasium Siegburg Alleestraße eine sehr engagierte Stufe, die unter Anderem den französischen Abend selbst plante, ein Jahrbuch der GSA-Aktivitäten herausgab in der SV sehr aktiv war – beispielsweise bei der Großveranstaltung „Talente gegen Krebs“ – und nun natürlich auch bei der Planung dieser Abiturverleihung stark involviert war. Bürgermeister Franz Huhn hob daher auch hervor, dass das Coronavirus natürlich so auch half einiges zu lernen: „Wenn es schwierig ist, muss man sich engagieren und nicht den Kopf in den Sand stecken; nicht aufgeben.“. Er wünschte dem Abiturjahrgang, dass sie in Zukunft hoffentlich viele Steuern zu bezahlen hätten – und mehr.

Die vielen Gastredner wurden von den Schülern Noёlle Sieber und Paul Wonner anmoderiert und legten verschiedene Schwerpunkte. Peter Altenrath der Kreissparkasse nahm Bezüge zum Zitat von Ernst Festl, dass auch Umwege unseren Horizont erweitern. Elternvertreterin Fr. Dr. Michaela Becker fasste nochmal zusammen, dass auch ohne Abiball, Mottowoche und sonstige Klassiker am GSA dieses Abitur sicherlich unvergesslich bleiben wird. Rafael Hofmann und Jonah Reindl ließen die gesamte Schulzeit humoristisch Revue passieren und gingen dabei auch auf einzelne Events ein, beispielsweise auf die Kursfahrt nach London („Nur ein Schwerverletzter? – noch eine gute Quote“) und sorgten so für einige Lacher. Ebenso wie der Vortrag von Schulleiterin Sabine Trautwein, welche über vierzig Filmtitel in ihrer Rede verwendete und nochmal auf die Besonderheit des diesjährigen Abiturablaufes einging. („Abitur in 9 ½ Wochen? Das klingt wie eine Mission Impossible.“). Und die Stufenleiterinnen Simone Pullwitt und Birgit Kempe-Weitkamp wünschten zu ihrem Motto passend nicht nur Mut, Kreativität und Offenheit, sondern auch Glück und überreichten einen Dollar wie Glücksklee um dies auszudrücken. Musikalisch untermalt wurde die Veranstaltung durch die Band „Die Kermits“, die gewohnt stilsicher ein Potpourri aus Instrumentalcovern von Evergreens beisteuerte. Die technische Unterstützung dafür erbrachte Technik-AG-Leiter Peter Kemp, der den ehemaligen Teilnehmer Amir Houssaini ebenfalls wegen seines Engagements in dieser auszeichnete.

Im Zentrum der Veranstaltung standen natürlich die 102 Absolventinnen und Absolventen.  Die Besten des Jahrgangs erhielten eine besondere Auszeichnung. Paula Novotny, Mona Reichmann und Pia Sasse beendeten ihr Abitur mit einem großartigen 1,2er, Ronja Hock mit einem kongenialen 1,1er und Jan Hennes sogar mit einem 1,0er Schnitt. Jan Hennes und Anne Straskiewicz erhielten den Preis für die besten Chemiker, Justus Schlüter und Robin Woll einen Fachpreis im Bereich Mathematik, Ronja Hock die Mitgliedschaft in der Deutschen Gesellschaft für Philosophie und Jonas Becker den Preis für Physik. Zudem wurden Amir Houssaini, Frederik Heine und Valentin Boskovic für ihr großes Engagement in der Schülervertretung des GSA ausgezeichnet – ersterer fungierte seit langen Jahren auch als Schülersprecher. Die Preise wurden vom zum Großteil und dankenswerterweise vom Förderverein der Schule gestellt.

Eine Spezialität am Gymnasium Siegburg Alleestraße ist natürlich auch die Möglichkeit neben dem Abitur gleichzeitig auch noch das Baccalauréat, den französischen Schulabschluss, zu erwerben. Auch in diesem Jahr erreichten dies wieder sechs Schülerinnen und Schüler, die sich der doppelten Aufgabe stellten. Bestes AbiBac-Ergebnis hatte Leo Feldt, der von der Französischlehrerin Elisabeth Udelhofen die Anerkennung überreicht bekam. Gleichsam erreichte Mona Reichmann und Paula Novoty noch das Zertifikat Certilingua. Dies ist ein Exzellenzlabel, dass für mehrsprachige, europäische und internationale Kompetenzen verliehen wird. Insbesondere im sprachlichen Bereich sind dort Leistungen zu zeigen, doch auch interkulturelle Begegnungsprojekte sind ein Teil dessen. So endete ein fantastisches Fest bei bestem Sonnenschein und mit royalem Flair.

(Text: Klein, Fotos: Klein)

   

Auszeichnungen  

 
 
 
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