Mara Kann, 6A, gewinnt den Vorlesewettbewerb des Gymnasium Siegburg Alleestraße
Wenn Sechstklässler zuhause Bücherregale durchforsten, Schmöker gewälzt und die Stimmen geölt werden, dann ist mal wieder Zeit für den bundesweiten Vorlesewettbewerb des Börsenvereins des deutschen Buchhandels. Für diesen muss eine Textstelle gefunden werden, in der eine bestimmte Atmosphäre herrscht, die die eigene Stimme gut transportieren kann. Da eignen sich Zeilen, die Zuhörern das Fürchten lehren, die aufhorchen lassen, die zum Schmunzeln bringen oder Gelächter auslösen.
Nachdem in allen sechsten Klassen intern eruiert wurde, wer für die Klasse ins Rennen gehen sollte, traten am 10.12. vier Kandidatinnen gegeneinander an. Für die übrigen Kinder der sechsten Klassenstufen ist das ein großes Vergnügen. Alle pilgern ins Stadtmuseum und so sind etwa 120 Kinder gespannt, welche Abenteuer auf sie warten. Denn vier Kandidatinnen nehmen sie mit auf die Reise in unbekannte Welten und lassen hören, was ihre Stimmen so draufhaben.

Für die Jury ist das kein Vergnügen! Man hat auf die Lesetechnik zu achten, die Interpretation und beim selbstgewählten Text auch auf die Textstellenauswahl. Im ersten Kräftemessen überzeugten alle, da merkte man schon die schwitzigen Hände bei den Jurymitgliedern. Oh je, wie soll man sich da entscheiden? Nur Nuancen trennten die Kandidatinnen voneinander. Beim Vorlesen des Fremdtextes – Deutschlehrerin Anke Braun hatte einen echt schwierigen Text ausgesucht – trennten sich Spreu und Weizen besser, aber dennoch lagen alle dicht beieinander.
Am sichersten und spritzigsten und in der Stimme am differenziertesten interpretierte Mara Kann aus der 6A ihre Textstelle aus dem Kinderbuchklassiker „Momo“ und der Fremdlektüre „Frag Philomena Freud“ und so wird sie das Gymnasium Siegburg Alleestraße auf der nächsten Ebene des Wettbewerbs im Februar vertreten.
Schulleiterin Sabine Trautwein gratulierte Mara bereits zum Schulsieg und drückt ihr für den nächsten Wettbewerb natürlich die Daumen. Anke Braun, die den Vorlesewettbewerb am GSA betreut, wird Mara für die nächste Runde vorbereiten und hofft, wie so oft in den letzten Jahren, dass ihr Schützling auch im Februar überzeugen und erneut das Siegertreppchen besteigen wird.
“Statistisch ist unser Gymnasium richtig erfolgreich bei diesem Wettbewerb. Wir haben in den letzten Jahren oft den Regionalwettbewerb gewonnen und sogar ab und an beim Landeswettbewerb reüssiert.”, berichtet sie.
(Text: Braun, Foto: Braun)






