Erster Austausch im Rahmen von Erasmus+ in Bjelovar, Kroatien
Im Zuge unseres Erasmus+ Programms reisten sieben motivierte Schülerinnen und Schüler der 8. Klasse vom 26. November bis zum 04. Dezember nach Bjelovar, Kroatien, um an naturwissenschaftlichen Workshops teilzunehmen.
Das Erasmus+-Projekt zeichnet sich am Gymnasium Siegburg Alleestraße dadurch aus, dass in Zusammenarbeit mit anderen europäischen Schulen an einem weltweit relevanten Thema gearbeitet wird. In diesem Jahr sind die Partnerschulen des GSA die I. Osnovna Skola Bjelovar in Kroatien und die IES Teror auf Gran Canaria. Das Oberthema ist STEM (Science, Technologie, Engineering, Mathematics), welches die Möglichkeit eröffnet, vielfältig an verschiedenen naturwissenschaftlichen Themen zu arbeiten. Die AG besteht aus 14 Schülerinnen und Schülern der Klasse 8 und 9 und wird von den Lehrkräften Marcus Hochscheid und Inken Hoischen geleitet. Das Highlight des Projekts ist wie immer der Austausch nach Kroatien und Gran Canaria, an dem jeweils sieben Mitglieder der Schülerschaft teilnehmen, die in den Familien der jeweiligen Austauschpartner wohnen und somit aus erster Hand die Kultur und den Familienalltag kennenlernen können.
Nach einem herzlichen Empfang an der Schule in Bjelovar verbrachten die Schülerinnen und Schüler ihre erste Nacht in den Gastfamilien und konnten sich dort besser kennenlernen.


Der erste Austausch ist immer besonders spannend, da man zwar schon vorher in Kontakt mit den Austauschpartnerinnen und -partnern ist, aber das Aufeinandertreffen dann doch Nervosität hervorruft. Zum Glück ist diese meist bereits nach der ersten Umarmung gemildert, sodass die Vorfreude auf die Woche steigen kann.
Die offizielle Projektwoche startete mit einer Willkommenszeremonie, an der viele Schülerinnen und Schüler der kroatischen Grundschule teilnahmen, um die Reisenden des GSA zu begrüßen. Nach kleinen Spielen, die „das Eis brechen“ sollten, designten die Teilnehmenden in Kleingruppen das Logo für das diesjährige Thema STEM. Nach einer Mittagspause in der Schulmensa ging es dann in die ersten beiden Workshops: Mindfulness in Nature and Wood (Achtsamkeit in Wald und Natur).
Für die naturwissenschaftlichen Workshops sind zwei Lehrerinnen aus Slowenien angereist, die eine große Expertise auf dem Bereich besitzen und ihr Wissen an die Schülergruppen aus Kroatien, Deutschland und Gran Canaria weitergeben konnten. Dieser interkulturelle Austausch war besonders bereichernd und interessant.
Auch die drei Workshops des nächsten Tages wurden von den slowenischen Expertinnen geleitet. Hier ging es um einen ganzheitlichen Ansatz zu nachhaltiger Bildung mit dem Titel „Climate Fresk“, um Mikroskopie und Wärmeleitfähigkeit. Nach einer kurzen Pause fanden dann zwei weitere Workshops zum Thema digitale Technologie – 3D-Druck und DIY-Bioplastik – statt. Diese wurden von zwei Experten aus der Hauptstadt Zagreb gehalten.


Nach diesen herausfordernden und spannenden Themen stand das Wochenende vor der Tür, welches die deutschen Schülerinnen und Schüler mit ihren Gastfamilien verbringen konnten. Sie unternahmen verschiedenen Ausflüge, schauten sich die Weihnachtsmärkte der Umgebung an und erfreuten sich an der Schlittschuhbahn in Bjelovar.
Da die Zusammenarbeit mit anderen Menschen aus verschiedenen Kulturen etwas ganz Besonderes ist und nicht nur das Thema STEM im Vordergrund stehen sollte, lernte man am Montag in kleinen Workshops mehr über die kroatische Kultur. Darüber hinaus konnten die GSAler auch deutsche Besonderheiten vorstellen und mehr über Gran Canaria lernen. Dieser interkulturelle Austausch hat immer einen sehr großen Mehrwert und stößt auf großes Interesse der Schülerschaft.
Passend zu dem interkulturellen Austausch wurde über das Thema Toleranz und Gleichberechtigung gesprochen, da dies Werte sind, die auf der ganzen Welt gelebt und geteilt werden sollten und auf denen sich ein harmonisches und respektvolles Miteinander stützt.
Der vorletzte Tag wurde genutzt, um die Hauptstadt Zagreb kennenzulernen. Nach dem Besuch im ethnographischen Museum und einer geführten Sightseeingtour konnten die Schülerinnen und Schüler mit ihren Austauschpartnern die Stadt erkunden. Den Abschluss des Besuchs bildete das Natural History Museum.
Der letzte Tag stand ganz im Zeichen des Spaßes, des Reflektierens und des Austausches. Gemeinsam wurden Spiele gespielt, Erinnerungen der Woche ausgetauscht und die letzten Stunden gemeinsam genossen. Die Woche ging mal wieder viel zu schnell vorbei und der einzige Wehrmutstropfen ist die Gewissheit, dass sich alle bei dem Rückbesuch im Mai in Siegburg wiedersehen werden.
Der erste Austausch des neuen Projekts lässt positiv in die nahe und weite Zukunft blicken, denn trotz drei verschiedener Kulturen, haben alle sich wunderbar verstanden und gemeinsam an relevanten Themen arbeiten können.
(Text: Hoischen, Fotos: Hoischen)
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