Das GSA eröffnet seine moderne Vierfachturnhalle – mit Tanz, Kletteraktionen und einem besonderen Fußballgast aus Nairobi
Manche Gebäude eröffnen einem eine neue Möglichkeit. Andere dagegen eröffnen gleich vier Spielfelder auf einmal. Mit der feierlichen Eröffnung seiner neuen Vierfachturnhalle hat das Gymnasium Siegburg Alleestraße einen Ort eingeweiht, der künftig weit mehr sein wird als ein Dach über dem Sportunterricht: Hier wird gelaufen, gesprungen, geklettert, getanzt und gemeinsam um Punkte gekämpft. Dass die neue Halle nicht nur funktional, sondern auch ein echtes Schmuckstück geworden ist, darüber waren sich die Gäste der Eröffnungsfeier schnell einig.
Schulleiterin Sabine Trautwein nutzte die Gelegenheit, um all jenen zu danken, die das Bauprojekt möglich gemacht hatten: der Politik und der Verwaltung ebenso wie den beteiligten Handwerkerinnen und Handwerkern. Ein solches Gebäude entstehe schließlich nicht von allein, sondern durch viele Entscheidungen, Planungen und tatkräftige Arbeit.


Dabei schlug sie auch eine Brücke zum GSA, die als „Schule der Zukunft“ ausgezeichnet ist: Während sich die Schule diesem Anspruch bereits verschrieben habe, verfüge sie nun auch über eine ausgesprochen moderne „Halle der Gegenwart“.
Auch Siegburgs Bürgermeister Stefan Rosemann war gemeinsam mit Pressesprecher Jan Gerull zur Eröffnung gekommen. Dass beide selbst Handballer sind, machte ihren Blick auf die neue Sportstätte besonders fachkundig. Beeindruckt zeigten sie sich von der großzügigen Vierfachturnhalle, die Rosemann kurzerhand sogar als „Halle der Zukunft“ bezeichnete. Den Schülerinnen und Schülern wünschte er vor allem viel Spaß bei der Nutzung.
Zugleich erinnerte der Bürgermeister daran, wie viel Geduld die Schulgemeinschaft während der Planungs- und Bauphase aufbringen musste. Noch gut hatte er die Diskussionen in Erinnerung, in denen zunächst eine neue Doppelturnhalle im Raum gestanden hatte. Am Ende ging man jedoch die sprichwörtliche und sehr sportliche Extrameile und entschied sich für die größere Lösung. Dass nun eine Vierfachturnhalle zur Verfügung steht, sei ein Gewinn, der sich im Schulalltag immer wieder bemerkbar machen werde.
Wie vielfältig die Möglichkeiten des neuen Gebäudes sind, zeigte sich bereits während der Eröffnungsfeier. Tanzauftritte brachten Bewegung und Rhythmus in die Halle, während beim Vorführ-Klettern Geschicklichkeit, Kraft und Konzentration gefragt waren. Eltern und Klassensprecherinnen und Klassensprecher waren ebenfalls dabei und konnten sich selbst ein Bild von den neuen Räumlichkeiten machen. Bei Brötchen und Getränken blieb außerdem Zeit für Gespräche und den gemeinsamen Blick auf das, was hier künftig alles möglich sein wird.
Unter den Gästen erfreute man sich auch über den Freund des Hauses Thomas Schwarz, dem Vorsitzenden des Vereins Slumchangers, der einen außergewöhnlichen Gast mitgebracht hatte: Allan aus Nairobi, welcher bereits die Woche an der Schule verbracht hatte. Der Besuch bot nicht nur Gelegenheit zum Austausch, sondern führte direkt aufs Spielfeld. Allan nutzte die Chance, mit Schülerinnen und Schülern der Q2 ein kleines Fußballturnier auszutragen. So wurde die neue Halle gleich am Eröffnungstag zu dem, wofür sie gedacht ist: einem Ort, an dem Menschen zusammenkommen, gemeinsam Sport treiben und über unterschiedliche Lebenswelten hinweg miteinander in Kontakt treten.
Auch innerhalb der Sportfachschaft war die Freude über die neue Halle groß. Tobias Horn stellte im Kollegenkreis die vielfältigen Möglichkeiten vor, die sich durch die neuen Räumlichkeiten für den Sportunterricht ergeben. Mehr Platz, mehr Flexibilität und bessere Bedingungen eröffnen neue Perspektiven für Bewegung und gemeinsames Lernen. Horn selbst durfte sich ebenfalls über eine Anerkennung freuen: Für seinen sportlichen Einsatz im Kleinwalsertal erhielt er als Dank einen Gutschein für neue Sportschuhe – eine passende Aufmerksamkeit für jemanden, dessen Engagement für den Sport nur von der Zahl seiner Schuhe übertroffen wird.
(Text: Klein, Fotos: Klein, von Melle)

















