Kurs der Praktischen Philosophie der Klasse 6 wagt das Selbstexperiment
Zahnpasta oder Shampoo aus wenigen unverpackten Zutaten selbst herstellen? Ein „müllfrei“-Rezeptebuch für den Alltag zusammenstellen? Oder gleich einmal ganz praktisch in der Schulküche ein Frühstück mit möglichst wenig Verpackungsmüll zubereiten? Mit solchen Fragen beschäftigte sich unser Praktische-Philosophie-Kurs der Klasse 6 mit der Fachlehrerin Birthe Gesellchen im Themenbereich Leben von und mit der Natur.
Die Schülerinnen und Schüler setzten sich u.a. mit Klimawandel, Artensterben, Umweltverschmutzung, Verkehrswende und Wassermangel auseinander. Dabei wurde deutlich: Die Klimakrise, die sich aktuell auch durch die langanhaltende Hitzewelle bei uns in Europa bemerkbar macht, ist ein globales Problem. Viele denken deshalb, sie könnten selbst kaum etwas bewirken. Doch gerade im Alltag beginnen Veränderungen – etwa dort, wo wir Plastik vermeiden.

Denn Kunststoffe werden überwiegend aus Erdöl hergestellt, verursachen bei Produktion und Entsorgung CO₂ und belasten als Müll Natur und Gewässer.
Theorie und Praxis gehörten dabei zusammen: Nachdem die Klasse sich mit alltagstauglichen Ideen von Greenpeace – von Mehrweg bis zum unverpackten Einkauf – beschäftigt hatte, folgte das Experiment in der Schulküche. Wegen der sommerlichen Temperaturen bereiteten sie statt eines warmen Essens ein – zumindest weitgehend – müllfreies Frühstück zu, bestehend aus Haferporridge mit Beeren, Obstsalat, „süßen Bissen“ und herzhaftem Omelette für Hungrige.
Dabei mussten sie feststellen: Ganz ohne Verpackung einzukaufen ist ziemlich aufwendig. „Unser Ziel haben wir ehrlicherweise nur teilweise erreicht.“, erklärt Birthe Gesellchen. Der Kurs stellt fest: Viele Supermärkte bieten noch zu wenige naturfreundliche, recyclefähige oder verpackungsfreie Zutaten an. Genau hier kann sich viel ändern. Im Mittelpunkt des Unterrichts und der Kochstunde stand die Erkenntnis, dass nachhaltiges Handeln oft mit kleinen Veränderungen beginnt – indem man sein Konsumverhalten bewusst wahrnimmt, Gewohnheiten hinterfragt und neue Wege im Alltag ausprobiert.
Das Fazit: Ganz müllfrei ist nicht immer einfach und uns diesmal auch noch nicht ganz gelungen – aber viele kleine Entscheidungen machen einen Unterschied. Und nachhaltiges Handeln kann sogar richtig lecker sein!
(Text: Gesellchen, Fotos: Gesellchen)















