Gleich drei Auszeichnungen für Schülerinnen und Schüler des GSA beim Demokratiepreis der Stadt Bonn
Wer gestaltet eigentlich Demokratie? Sind es nur Politikerinnen und Politiker in Parlamenten? Oder beginnt demokratisches Handeln nicht viel früher – im Alltag, im eigenen Umfeld und durch Menschen, die Haltung zeigen? Genau dieser Frage widmete sich der diesjährige Demokratiepreis der Stadt Bonn, der unter dem Motto „Vorbilder“ stand. Und gleich drei Projekte aus der Klasse 10a des Gymnasiums Siegburg Alleestraße überzeugten die Jury mit ihren kreativen Ideen.
Die zentrale Frage des Wettbewerbs lautete: Welche Menschen haben sich nach 1918 in Deutschland für eine lebendige Demokratie eingesetzt – und können uns heute als Beispiel für eigenes demokratisches Handeln dienen?


Die Schülerinnen und Schüler setzten sich intensiv mit Persönlichkeiten, demokratischen Werten und der Frage auseinander, wie man andere Menschen für Demokratie begeistern kann.
Besonders erfolgreich war dabei das Team Paula Tennagels, Carolina Bennerscheidt, Paul Stasch, Emilia Haase, Arik Ecker, Lubomir Ivaniv und Louise Rynkowski. Sie entwickelten ein interaktives Quizspiel, bei dem die Teilnehmenden herausfinden konnten, welche demokratische Persönlichkeit am besten zu ihnen passt. Zur Auswahl standen vier beeindruckende Frauen: die Journalistin Katrin Eigendorf, die Holocaust-Überlebende und Zeitzeugin Margot Friedländer, die Klimaschutzaktivistin Luisa Neubauer und die Publizistin Alice Schwarzer.
Mit ihrem kreativen Zugang zu politischen Vorbildern erreichte das Team den 2. Preis in der Kategorie „Sonderformate“.
Einen weiteren großen Erfolg feierten Valeria Ries, Mina Locke, Liliia Kozametova, Julia Steinhauer, Sophia Hylla und Ronja Reick. Sie beschäftigten sich mit dem Thema Investigativjournalismus und entwickelten ein kreatives, zugleich äußerst informatives Rätselbuch rund um das Recherchezentrum Correctiv. Dabei zeigten sie eindrucksvoll, welche Bedeutung unabhängige Recherche für eine funktionierende Demokratie besitzt. Für dieses Projekt erhielt das Team den 1. Preis in der Kategorie „Sonderformate“.

Auch Raphael Scharenberg konnte die Jury überzeugen. Sein Projekt war ein KI-Chatbot über den Investigativjournalisten Oliver Schröm, der unter anderem durch seine Recherchen zum Cum-Ex-Skandal bekannt wurde. Die Jury bewertete auch dieses innovative Format als preiswürdig und zeichnete Raphael ebenfalls mit dem 1. Preis aus.
Die feierliche Bekanntgabe und Würdigung der Preisträgerinnen und Preisträger fand am Montagnachmittag im Haus der Geschichte in Bonn statt. In entspannter Atmosphäre wurden die Projekte durch den ehemaligen Bonner Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch, den Präsidenten der Stiftung Haus der Geschichte Prof. Dr. Harald Biermann, die Vorsitzende des Internationalen Demokratiepreises Bonn Prof. Dr. Dorothee Dzwonnek sowie den Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales sowie Medien des Landes Nordrhein-Westfalen und Chef der Staatskanzlei Nathanael Liminski gewürdigt.
Die Auszeichnungen zeigen eindrucksvoll, wie vielfältig demokratische Bildung sein kann. Die drei ausgezeichneten Projekte aus der 10a machen sichtbar: Demokratie braucht Vorbilder – aber sie braucht auch junge Menschen, die selbst zu Gestalterinnen und Gestaltern einer demokratischen Zukunft werden.
Herzlichen Glückwunsch allen Preisträgerinnen und Preisträgern!
(Text: Klein/Uhrner-Platen, Fotos: Uhrner-Platen)







