Das GSA beim Girls’ & Boys’ Day im MakerSpace Bonn
Die Differenzierungskurse Geographie-Physik sowie weitere interessierte Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 9 und 10 des Gymnasium Siegburg Alleestraße (GSA) hatten in diesem Jahr die besondere Gelegenheit, im Rahmen des Girls’ & Boys’ Day an einer innovativen GeoMINT-Berufsfelderkundungsveranstaltung im MakerSpace Bonn teilzunehmen und diese aktiv mitzugestalten.
Für die Lernenden des Differenzierungsfaches Geographie-Physik bot die Veranstaltung eine besondere Gelegenheit, ihre Kenntnisse aus den Bereichen GIS, Fernerkundung und Erdbeobachtung von der Internationalen Raumstation ISS in einem praxisnahen Umfeld zu erleben und weiterzuentwickeln. Im Unterricht des GeoMINT-Faches arbeiten die Kurse regelmäßig mit modernen geowissenschaftlichen Technologien, darunter Satellitendaten und Anwendungen der Erdbeobachtung mithilfe der ISS. Dadurch konnten einige Schülerinnen und Schüler des GSA auch aktiv Verantwortung übernehmen und Teile der Veranstaltung moderieren. Mit großem Engagement führten sie souverän durch Programmpunkte und stellten ihre Präsentationskompetenz auch vor Teilnehmenden anderer Schulen aus der Region Bonn/Rhein-Sieg erfolgreich unter Beweis.


Die Veranstaltung wurde von der Initiative GeoMINT@school gemeinsam mit der Stabsstelle Wissenschaft der Wirtschaftsförderung der Stadt Bonn organisiert und bot spannende Einblicke in Zukunftsberufe der Geoinformationsbranche. Experten aus Wissenschaft, Verwaltung und Unternehmen zeigten den Teilnehmenden, wie vielfältig die Einsatzmöglichkeiten von Geodaten heute sind – von Katastrophenschutz und Stadtplanung bis hin zu Gaming, Mobilität und Klimaforschung.
Zu den Speakern der Veranstaltung gehörten Christoph Kany, Leiter des Arbeitskreises Geodatenmanagement des Kataster- und Vermessungsamtes Neuss, Dr. PD Michael Schmidt vom Zentrum für Fernerkundung der Landoberfläche (ZFL) der Universität Bonn, Johann Neugebauer von Esri Deutschland in Bonn sowie Tobias Henning vom Urban Management des Amtes für Bodenmanagement und Geoinformation der Bundesstadt Bonn. Die Teilnehmenden erhielten dadurch authentische Einblicke in aktuelle Entwicklungen, Berufsfelder und Arbeitsbereiche der GeoMINT-Branche, die ihnen in dieser Form sonst kaum zugänglich wären.
Nach den Vorträgen konnten die Jugendlichen ihr Wissen zunächst in einem interaktiven Quiz testen. Anschließend standen verschiedene Diskussionstische im Mittelpunkt, an denen gemeinsam Fragen diskutiert wurden, beispielsweise wie Geoinformationen Leben retten können, wo uns versteckte Geodaten im Alltag begegnen oder was Geodaten eigentlich mit Gaming zu tun haben.
Gerade für die Region Bonn/Rhein-Sieg besitzt die GeoMINT-Branche eine besondere Bedeutung. Die Region zählt zu den wichtigsten GeoBusiness-Standorten Deutschlands und bietet durch die enge Vernetzung von Unternehmen, wissenschaftlichen Einrichtungen, Behörden und Institutionen hervorragende Perspektiven in einem zukunftsorientierten Berufsfeld. Veranstaltungen wie diese ermöglichen den Schülerinnen und Schülern wertvolle Einblicke in berufliche Chancen direkt vor ihrer Haustür.
Zum gemeinsamen Ausklang kamen alle Teilnehmenden, Mitwirkende und Organisatoren bei Pizza und kühlen Getränken noch einmal ins Gespräch – ermöglicht durch die Unterstützung der Wirtschaftsförderung der Stadt Bonn. Dabei entstand nicht nur ein intensiver Austausch, sondern vermutlich auch der längste Pizzatisch in ganz Bonn und im Rhein-Sieg-Kreis.
Die positive Resonanz auf die Veranstaltung zeigt eindrucksvoll, wie spannend und vielseitig die GeoMINT-Welt ist – und welche Chancen sie jungen Menschen in unserer Region eröffnet.
(Text & Fotos: Dr. Christina Müller)















